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Yayoi Kusama
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Yayoi Kusama begann als Kind in Matsumoto, Nagano, zwanghaft zu zeichnen und füllte Seiten mit Polka Dots und Netzen, die sie als Visionen beschrieb – eine Möglichkeit, die Welt mit Mustern zu bedecken, um das zu bändigen, was sie sonst nicht kontrollieren konnte. Geboren am 22. März 1929 in eine Kaufmannsfamilie, der eine Baumschule gehörte, wuchs sie in einem schwierigen Elternhaus auf und fand im repetitiven Markieren eine Form der Selbsttherapie, die ihre gesamte Praxis prägen sollte.
Nach ihrem Studium an der Kyoto Municipal School of Arts and Crafts wandte sie sich von traditionellen japanischen Techniken ab und zog 1958 nach New York. Dort verbrachte sie fünfzehn Jahre im Herzen der Avantgarde, arbeitete mit Andy Warhol und Allan Kaprow zusammen, inszenierte provokante Happenings auf den Straßen Manhattans und schuf die großen Leinwände mit endlos wiederholten Pinselstrichen, die sie "Infinity Nets" nannte. Diese Gemälde – Felder aus sich windenden Strichen ohne Zentrum, ohne Hierarchie, ohne feste Skala – waren für ihre Zeit wirklich radikal und nahmen sowohl den Minimalismus als auch die Pop-Art durch ihre systematische Wiederholung vorweg.
1973 kehrte sie nach Japan zurück und tauchte nach einer Periode relativer Unbekanntheit als eine Figur von großem internationalem Ansehen wieder auf, nachdem sie Japan auf der Biennale Venedig 1993 vertreten hatte. Ihr Beitrag – ein verspiegelter Raum voller kleiner Kürbisskulpturen – führte das Installationsformat ein, das zu ihrer öffentlich bekanntesten Form werden sollte. Der Kürbis, eine Form, die sie seit ihrer Kindheit zeichnet, taucht in ihrem Werk immer wieder als persönliches Symbol und skulpturales Objekt auf: knollig, bescheiden und unverkennbar ihr eigen.
Kusama wurde von Gagosian und David Zwirner vertreten, und 2017 eröffnete sie das Yayoi Kusama Museum in Tokio. Ihre "Infinity Mirrored Room"-Installationen tourten durch bedeutende Institutionen weltweit, darunter das Hirshhorn Museum in Washington D.C. und das Whitney Museum of American Art in New York. Auktionsrekorde bestätigen die anhaltende Samlernachfrage: Ihr höchstes verzeichnetes Ergebnis liegt bei 7,1 Millionen US-Dollar für ein "Infinity Net"-Gemälde aus dem Jahr 1960, und ihre durchschnittliche jährliche Gesamtrendite bei Auktionen zwischen 2003 und 2017 betrug laut Sotheby's Mei Moses Daten 26,2 %.
Bei nordischen Auktionshäusern erscheint Kusamas Werk bei Bukowskis, Stockholms Auktionsverk, Metropol und Pandolfini Casa d'Aste. Die 34 Objekte auf Auctionist umfassen Skulpturen, Gemälde, Drucke und Keramiken, wobei das Spitzenresultat ein unbetiteltes Werk ist, das für 258.000 GBP verkauft wurde. Kürbis-Multiples und kleine Editionen erscheinen am häufigsten und spiegeln das zugängliche Ende ihres Marktes wider, während ihre einzigartigen Gemälde und großen Skulpturen in dieser Region selten bleiben.