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Thomas Dam
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Thomas Dam (15. Mai 1915 - 12. November 1989) wuchs im kleinen Küstendorf Gjøl in Nordjütland, Dänemark, auf. Als Sohn eines Fischers verbrachte er seine frühen Jahre damit, handwerkliche Fähigkeiten durch Holzschnitzerei zu entwickeln, ein Zeitvertreib, der später sein Lebenswerk definieren sollte. Seine formale Ausbildung war im Bäckerhandwerk, obwohl wirtschaftlicher Druck während und nach dem Zweiten Weltkrieg ihn durch eine Reihe von Berufen trieb, darunter Fischerei, Holzeinschlag und allgemeine Arbeit.
Die Kreation, die Damm berühmt machte, entstand aus Notwendigkeit. Da er sich 1959 kein Weihnachtsgeschenk für seine Tochter Lila leisten konnte, schnitzte er eine kleine Trollfigur aus Holz, inspiriert von der skandinavischen Volkstradition und angeblich dem robusten Gesicht des Dorfmetzgers. Nachbarskinder wollten selbst eine haben, und die Nachricht verbreitete sich schnell. Dam und seine Familie begannen, die Figuren in größerer Zahl zu produzieren, zuerst aus Holz, dann aus Gummi, das in Gipsformen gegossen wurde, und ab 1961 aus PVC-Kunststoff im Rotationsverfahren.
Dam gründete die Firma Dam Things, um die Puppen unter dem Namen Good Luck Trolls zu vermarkten. Anfang der 1960er Jahre wurden die Figuren zu einem internationalen Phänomen. Drei Fabriken – in Gjøl, in Neuseeland und in Hialeah, Florida – produzierten die Puppen, um die weltweite Nachfrage zu decken. Damm erklärte die Anziehungskraft direkt: "Sie waren so hässlich, dass man nicht anders konnte, als zu lachen, und wenn man lacht, folgt einem das Glück."
Die kommerzielle Geschichte wurde kompliziert, als amerikanische Hersteller begannen, nicht lizenzierte Kopien herzustellen. Da Dam vor dem Export der Puppen kein US-Urheberrecht angemeldet hatte, fiel das Design in den Vereinigten Staaten in die Public Domain, und jahrelange Rechtsstreitigkeiten folgten. Dam Things erhielt 1996 schließlich sein US-Urheberrecht teilweise zurück, Jahre nach Thomas Dams Tod. In Europa behielten die ursprünglichen Dam-Trolle durchweg stärkere rechtliche Schutzrechte. Ein originaler Dam-Troll befindet sich im Victoria and Albert Museum in London.
Auf dem skandinavischen Auktionsmarkt tauchen Thomas Dam Trollfiguren regelmäßig auf schwedischen Auktionshäusern auf. Die 14 verzeichneten Lose auf Auctionist umfassen alles von einzelnen Figuren bis hin zu Familiengruppen und Tierversionen, mit Spitzenergebnissen von rund 5.600 SEK für eine Sammlung von 17 Stücken, die als "Tomtefamilj"-Gruppe verkauft wurden. Häuser wie Palsgaard Kunstauktioner, Auktionsmagasinet Vänersborg und Örebro Stadsauktioner haben seine Werke gehandelt, was den nostalgisch geprägten Sammlermarkt für skandinavische Designobjekte der Mitte des 20. Jahrhunderts widerspiegelt.