
KünstlerSwedish
Sven Svensson
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Sven Anders Emanuel Svensson wurde am 3. Juni 1906 in Ålem, Kalmar län, am Rande Smålands geboren, wo das Land zur Ostsee hin abfällt. Er wuchs inmitten der flachen, offenen Landschaft auf, die seine gesamte Praxis prägen sollte: die Kalkstein-Ebenen Ölands, das Alvar, wo Wacholder gegen den Wind kauert und der Himmel hart auf die Erde drückt.
Er begann ohne Anleitung zu malen und fühlte sich früh vom Werk Per Ekströms angezogen, des Malers der Jahrhundertwende, der das Licht Ölands zum Gegenstand einer anhaltenden Untersuchung gemacht hatte. Svensson studierte von 1946 bis 1948 formal an der Malereischule Valand in Göteborg unter Nils Nilsson und absolvierte 1952 einen Grafik-Kurs am Kungliga Konsthögskolan in Stockholm. Diese Studien schärften seine technische Bandbreite, ohne die autodidaktische Direktheit zu verdrängen, die sein Auge kennzeichnete.
Seit den frühen 1950er Jahren trug er zu den Ölandssalong-Ausstellungen in Ölands Skogsby und zu den Ausstellungen der Sveriges allmänna konstförening in der Liljevalchs konsthall in Stockholm bei. Seine Arbeit in diesen Jahren kreist besessen um dasselbe Territorium: das Alvar bei grauem Wetter, Nebengebäude vor flachen Horizonten, die Mühle bei Mellby, die Wälder bei Ottenby. Er arbeitete in Öl auf Tafel, mit Kohle, Pastell und Aquarell, und die Formate blieben klein bis mittel, um die Intimität eines Malers zu wahren, der der Landschaft nahe bleiben wollte, anstatt sie zu beherrschen.
1982 wurde er zur Ausstellung im Waldemarsudde in Stockholm eingeladen, ein Zeichen nationaler Anerkennung. Er nutzte die Gepflogenheit der Einladung, einen Mit-Aussteller zu nominieren, um auf Per Ekström aufmerksam zu machen, den Maler, der seine Vision Jahrzehnte zuvor geprägt hatte. Die Wahl war weniger sentimental als kunsthistorisch: Svensson verstand sich als Teil einer regionalen Tradition, die als solche benannt werden musste.
Sein Sohn Sven-Bertil Svensson wurde Künstler und studierte am Kungliga Konsthögskolan, womit er eine familiäre Linie von Öland-Malern fortsetzte. Sven Svensson ist in den Sammlungen des Nationalmuseums, der Sammlung von König Gustav VI. Adolf und des Kalmar konstmuseums vertreten. Er starb am 26. Oktober 1999 in Mörbylånga, auf der Insel, die er sein Leben lang beschrieben hatte.
Auf dem schwedischen Kunstmarkt zirkuliert Svenssons Werk hauptsächlich über Auktionshäuser in seiner Heimatregion. Von seinen 28 Losen bei Auctionet sind die meisten über Kalmar Auktionsverk (11 Lose) und Auktionsfirma Kenneth Svensson in Kalmar (5 Lose) gelaufen. Überwiegend handelt es sich um Gemälde und Zeichnungen mit Öland-Motiven: Alvaret, Ottenbyskogen, Vriggebo. Die höchsten verzeichneten Preise erreichten 2.800 SEK für eine signierte Landschaft auf Tafel.