
KünstlerSwedish
Suzanne Nessim
1 aktive Artikel
Suzanne Beatrice Nessim wurde am 25. Dezember 1944 in Malmö, Schweden, als Tochter des Geschäftsmannes Jean Nessim (1887-1946) und Ulla Hagberg (1918-1992) geboren. Sie studierte an der Architekturhochschule in Kopenhagen und an der Konstskolan Forum in Malmö, einer Grafikschule, die ihre frühe Praxis prägte. Ihre erste Ausstellung fand 1970 statt und markierte den Beginn einer Karriere, die sich in den folgenden Jahrzehnten durch mehrere Länder und Medien bewegte.
In den 1970er Jahren konzentrierte sich Nessim hauptsächlich auf Druckgrafik – Farblithografien und Radierungen – und stellte in Galerien in ganz Schweden aus. Sie verbrachte auch längere Zeit in Paris, San Francisco und New York, wo sie Strömungen der zeitgenössischen europäischen und amerikanischen Kunst aufnahm und Verbindungen knüpfte, die sich als dauerhaft erweisen sollten. Seit 1993 lebt sie in Stockholm.
1978 gehörte Nessim zu den allerersten Künstlerinnen, die im Centre Georges Pompidou in Paris Videos produzierten, wo sie gemeinsam mit der Künstlerin Teresa Wennberg das Video "Swimmer" schuf. Das Werk, das auf der Erfahrung des Schwimmens als Metapher für das Überleben basiert, befindet sich in der Sammlung des Moderna Museet in Stockholm und stellt einen Wendepunkt in der Geschichte der skandinavischen Videokunst dar. Aus derselben Zeit stammen Kollaborationen mit John Cage und Nam June Paik, die Nessim in ein Netzwerk experimenteller Klang- und Bildkünstler einordneten, die an der Schnittstelle mehrerer Disziplinen arbeiteten.
Die Bandbreite der öffentlichen Sammlungen, die ihre Werke beherbergen, spiegelt die Breite dieser Karriere wider. Nessim ist im British Museum in London, im Centre Georges Pompidou in Paris, in der Bibliothèque Nationale de France, im Städtischen Kunstmuseum in Bonn, im Institut Tessin in Paris, im Moderna Museet und im Nationalmuseum in Stockholm vertreten. Eine retrospektive Monografie, "Om Suzanne Nessim" von Mikael Timm mit einem Vorwort von Olle Granath, wurde 2009 von Bokförlaget Arena veröffentlicht.
Auf dem schwedischen Auktionsmarkt wurden 17 Lose Suzanne Nessim zugeschrieben, überwiegend grafische Arbeiten – 7 Drucke neben 9 als Kunst/Grafik katalogisierten Werken und 1 Gemälde. Metropol in Stockholm war der aktivste Ort für ihre Werke (6 Lose), gefolgt von Helsingborgs Auktionskammare, Formstad Auktioner, Gomér & Andersson Linköping und Crafoord Auktioner Lund. Die höchsten verzeichneten Auktionspreise erreichen etwa 1.100 SEK für eine signierte und nummerierte Farbradierung. Die bescheidenen Auktionspreise stehen im Kontrast zur Tiefe ihrer institutionellen Vertretung und deuten darauf hin, dass ihre primäre Marktbedeutung eher in den öffentlichen Sammlungen und im Galeriensektor als auf dem sekundären Auktionsmarkt liegt.