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Steiff

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Margarete Steiff gründete ihr Spielzeugunternehmen im Jahr 1880 in Giengen an der Brenz, einer kleinen Stadt im Königreich Württemberg. Da sie als Kind an Polio erkrankt war, die beide Beine lähmte, ließ sie sich zur Schneiderin ausbilden und sparte genug Geld, um eine Nähmaschine zu kaufen, indem sie Zitherunterricht gab. Sie begann, kleine Filzelelefanten herzustellen, die ursprünglich als Stecknadelkissen gedacht waren, aber ihre Beliebtheit als Kinderspielzeug übertraf schnell ihren praktischen Nutzen. Bis 1893 hatte sich Steiff zu einer richtigen Fabrik entwickelt, die eine Reihe von Filz- und Plüschtieren herstellte.

Der entscheidende Moment des Unternehmens kam 1902, als Margaretes Neffe Richard Steiff den Bär 55 PB entwarf, den weltweit ersten Plüschbären mit beweglichen Armen und Beinen. Der Name kodierte seine Spezifikationen: 55 Zentimeter hoch, P für Plüsch, B für beweglich. Richard präsentierte den Bären auf der Leipziger Spielwarenmesse 1903, wo er zunächst wenig Interesse weckte. Kurz vor Ende der Ausstellung bestellte jedoch ein amerikanischer Käufer 3.000 Stück. Das Timing fiel mit dem berühmten Bärenjagdausflug von Präsident Theodore Roosevelt zusammen, und die "Teddybär"-Manie breitete sich auf beiden Seiten des Atlantiks aus. Bis 1907 produzierte Steiff fast eine Million Bären pro Jahr.

Um die Flut von Nachahmungen zu bekämpfen, die diesem Erfolg folgten, führte Margaretes Neffe Franz Steiff 1904 den "Knopf im Ohr" ein, einen kleinen Metallknopf, der an jedem linken Ohr des Tieres befestigt war. Eingetragen als offizielles Warenzeichen am 20. Dezember 1904, wurde er zu einem der frühesten Markenidentifikatoren in der Spielzeugindustrie und ist bis heute das Markenzeichen des Unternehmens. Das Design des Knopfes hat sich im Laufe der Jahrzehnte weiterentwickelt, wobei verschiedene Farben und Materialien die Produktionsära und den Editionstyp signalisieren, was ihn zu einem wichtigen Bezugspunkt für Sammler und Authentifikatoren macht.

Steiff erhielt 1904 die Goldmedaille auf der Weltausstellung in St. Louis, wo das Unternehmen 12.000 Bären verkaufte. Margarete Steiff starb 1909, aber die Familie expandierte das Geschäft im Laufe des 20. Jahrhunderts weiter und fügte neue Tierdesigns, limitierte Auflagen und lizenzierte Charakterprodukte hinzu. Zu den bemerkenswertesten gehörten die Puppen Kalle Stropp und Grodan Boll aus den 1950er Jahren, basierend auf den beliebten schwedischen Radio- und Filmfiguren von Thomas Funck. Diese aus Plüsch gefertigten Figuren mit Filzkleidung sind für nordische Sammler von besonderer Bedeutung.

Steiff-Bären gehören weltweit zu den am aktivsten gehandelten Sammlerstücken auf Auktionen. Zu den Rekordpreisen gehören der Steiff Louis Vuitton Bär, ein Kollaborationsstück aus Goldfaden, das im Jahr 2000 für 2,1 Millionen US-Dollar bei Christie's Monaco verkauft wurde, und der Titanic Mourning Bear von 1912, der 2023 für über 250.000 US-Dollar erzielt wurde. Auf nordischen Auktionsplattformen erscheinen Steiff-Artikel regelmäßig bei Häusern wie Auktionshaus Stuber's Hammerschlag, Bishop & Miller und Norrlands Auktionsverk. Ein Paar Kalle Stropp und Grodan Boll Puppen aus den 1950er Jahren erzielte 9.430 SEK, während eine Textilpuppe aus den frühen 1910er Jahren für 7.300 SEK und ein Bär auf Rädern aus den frühen 1900er Jahren für 2.812 SEK verkauft wurden. Die meisten Steiff-Lose fallen in die Kategorie Sammlerstücke, wobei Zustand, Alter und das Vorhandensein des originalen Ohrknopfes die wichtigsten wertbestimmenden Faktoren sind.

Bewegungen

Toy ManufacturingCollectible Plush

Medien

MohairFeltPlush textile

Bemerkenswerte Werke

Bear 55 PB1902Mohair plush
Button in Ear trademark1904Metal
Kalle Stropp and Grodan Boll dolls1955Plush and felt
Titanic Mourning Bear1912Black mohair
Steiff x Louis Vuitton Bear2000Gold thread, gems

Auszeichnungen

Gold Medal, St. Louis World's Fair1904

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