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KünstlerPolish

Stan Wys

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Stanisław Wysocki, der seine Werke mit Stan Wys signiert, wurde am 15. August 1949 in Ełk, einer Stadt in der masurischen Region Nordostpolens, geboren. Sein Weg zur Bildhauerei war nicht geradlinig. Er begann ein Abendstudium an der Państwowa Wyższa Szkoła Sztuk Plastycznych (der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste) in Posen zwischen 1978 und 1980, zog dann nach West-Berlin, wo er an der Hochschule der Künste bei Professor J.H. Lonas studierte und 1986 sein Diplom in Bildhauerei erwarb. Die Berliner Jahre waren entscheidend: Während seines Studiums arbeitete er in den Ateliers der Bildgießerei Hermann Noack, der Gießerei bei Berlin, die unter anderem Werke für Henry Moore, Eduardo Chillida und Georg Baselitz gegossen hat.

Die Verbindung zur Gießerei Noack führte direkt zu einer Begegnung mit Henry Moore, und 1990 verbrachte Wysocki Zeit in Moores Atelier in Perry Green, nahe Much Hadnam in Hertfordshire. Der Einfluss von Moores Herangehensweise an Masse, Oberflächentextur und die Beziehung zwischen Innenraum und äußerer Form ist in Wysockis eigenem Werk zu erkennen – einer Reihe von Bronzeskulpturen, die zwischen figurativer Darstellung und geometrischer Abstraktion changieren, wobei die menschliche Figur, insbesondere die weibliche Form, das dominierende Thema ist. Seine Oberflächen reichen von hochglanzpolierten Spiegeloberflächen bis hin zu dunkler Patina, oft werden beide Behandlungen innerhalb eines einzigen Stücks kombiniert.

Mit Sitz in Breslau pflegt Wysocki eine Praxis, die sowohl Galerie-Skulpturen als auch großformatige öffentliche Aufträge umfasst. Seine öffentlichen Werke in Breslau umfassen eine Figur namens „Powodzianka“ (Hochwasser-Mädchen), das „Sibirische Kreuz“ in der Kirche der Redemptoristen und ein Denkmal für Marschall Józef Piłsudski in der nahegelegenen Stadt Lubin. Ein Denkmal von Papst Johannes Paul II. wurde in der Kirche St. Mauritius in Breslau aufgestellt. Diese Aufträge stellen ihn in eine ausgeprägt polnische Tradition der figurativen öffentlichen Skulptur, die sich mit nationalen und historischen Themen auseinandersetzt, während seine Galeriearbeit eine internationalere, abstraktere Richtung einschlägt.

Seine Ausstellungsbilanz umfasst mehr als 30 Einzelausstellungen und zahlreiche Gruppenausstellungen in Deutschland, Polen, Dänemark, Schweden, Österreich, Belgien, Italien, England, Frankreich und der Türkei. 2009 erhielt er den Breslauer Preis und 2011 den Schlesischen Kulturpreis, beides Anerkennungen seines Beitrags zum kulturellen Leben der Region. Seine Skulpturen werden in limitierter Auflage gegossen und sind auf Auktionen und in Galerien in ganz Europa zu finden.

Auf dem nordischen Auktionsmarkt wurden Wysockis Bronzeskulpturen in mehreren schwedischen Auktionshäusern angeboten, wobei 29 Objekte in der Auctionist-Datenbank verzeichnet sind – alle unter der Kategorie Skulptur katalogisiert. Seine Werke wurden bei Bukowskis in Stockholm und Malmö sowie bei RA Auktionsverket Norrköping, Halmstads Auktionskammare und Stockholms Auktionsverk Helsingborg angeboten. Zu den höchsten verzeichneten Preisen in der Datenbank gehören eine patinierte und polierte Bodenplastik für 25.000 SEK und eine signierte und nummerierte Bronze für 18.000 SEK, was eine stetige Nachfrage nach seinen limitierten Gussstücken widerspiegelt.

Bewegungen

Contemporary sculptureFigurative abstraction

Medien

BronzePatinated bronzePolished bronze

Bemerkenswerte Werke

Powodzianka (Flood Girl)Bronze
Siberian CrossBronze
Monument to Marshal Józef PiłsudskiBronze
Monument to Pope John Paul IIBronze
Dame (Lady)Bronze, figurative-abstract

Auszeichnungen

Wrocław Award2009
Silesian Cultural Award2011

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