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Søren Steen-Johnsen

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Søren Steen-Johnsen wurde am 7. Oktober 1903 in Trondheim geboren, Sohn einer Familie mit Wurzeln in Nord-Østerdal, dem weiten, bewaldeten Tal in Ostnorwegen, das Motive für einige seiner nachhaltigsten Werke liefern sollte. Er studierte von 1921 bis 1924 in Oslo an der Statens Håndverks- og Kunstindustriskole unter Eivind Engebretsen und Wilhelm Krogh-Fladmark, bevor er 1924-25 Axel Revolds private Malschule besuchte. Ein prägendes Jahr folgte in Paris bei Per Krohg (1925-26), danach kehrte er nach Oslo zurück und schloss 1929-30 seine formale Ausbildung an der Kunstakademie bei Revold und Wilhelm Rasmussen ab.

In den 1920er und 1930er Jahren arbeitete Steen-Johnsen im Stil des sozialen Realismus, der von Revold und Krohg gepflegt worden war: dicker Farbauftrag, starke Tonkontraste und Themen aus dem Arbeitsleben. Er malte Holzplätze, Häfen und Bahnhöfe in Oslo und reiste wiederholt nach Nord-Østerdal, wo er Heuernte, Pflügen, Hochzeiten und Beerdigungen in Leinwänden darstellte, die sich durch eine düstere Palette und das physische Gewicht der Arbeit auszeichneten. Die Talgemeinden Tolga und Holøydalen gaben ihm eine Art visuelles Heimatgebiet, zu dem er über Jahrzehnte zurückkehrte.

Sein erster großer Durchbruch gelang ihm 1941 mit einer großen Einzelausstellung im Kunstnernes Hus in Oslo, wo das Gesamtwerk aus ländlichen und städtischen Motiven seine volle Wirkung entfaltete. Im selben Jahr, unter deutscher Besatzung, zog er sich aus Oslo zurück und zog mit seiner Familie in eine Blockhütte in den Bergen von Holøydalen. Die Isolation führte zu einer stilistischen Wende. Abseits der Stadt und des institutionellen Malereilebens begann er, direkter von der Hochgebirgslandschaft aus zu arbeiten, und entwickelte eine schnellere und atmosphärischere Technik, die Licht und Temperatur in das Bild einfließen ließ, anstatt sie unter sozialem Inhalt zu unterdrücken.

Eine zweite große Einzelausstellung im Kunstnernes Hus im Jahr 1951 – bestehend aus 88 Gemälden – bestätigte die Veränderung. In den Nachkriegswerken öffnete sich die Palette und die Handhabung wurde flüssiger. Der Winter blieb ein zentrales Thema, aber die Stimmung hatte sich verändert: Osloer Winterszenen aus dieser Zeit fangen das besondere graublaue Licht der Stadt vor dem Schnee ein, oder die blasse Sonne, die kaum genug Wärme spendet, um Schatten auf weißem Grund zu lesen. Er nahm zwischen 1927 und 1970 einunddreißig Mal an der Statens Høstutstilling teil und war von 1945 bis 1956 stellvertretender Professor für Axel Revold an der Kunstakademie. Von 1967 bis 1972 schrieb er Kunstkritiken für die Zeitung Aftenposten. Er starb am 27. Oktober 1979 in Nizza.

Steen-Johnsen ist mit neun Gemälden im Nasjonalmuseet in Oslo sowie im Bergen Kunstmuseum, im Stavanger faste galleri und in den Trondheimer Kunstsammlungen vertreten. Auf der Auktionsplattform Auctionist sind seine 21 katalogisierten Lose alle über Grev Wedels Plass Auksjoner in Oslo gelaufen. Die Auktionspreise in der Datenbank spiegeln den Sekundärmarkt für seine Werke wider: Der höchste verzeichnete Verkauf war 9.000 NOK für Gatearbeide, vinter (1948), gefolgt von 6.000 NOK für Fra Oslo havn (1958). Die Osloer Winter- und Hafenszenen erzeugen das stärkste Interesse, was seiner Reputation als Maler der Stadt im kalten Licht entspricht.

Bewegungen

Social RealismNorwegian ModernismLandscape painting

Medien

Oil on canvasWoodcutDrawing

Bemerkenswerte Werke

Gatearbeide, vinter1948Oil on canvas
Fra Oslo havn1958Oil on canvas
Blek vintersol1944Oil on canvas
Vinter i OsloOil on canvas

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