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Siri Rathsman
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Siri Lovisa Rathsman wurde am 28. Juli 1895 in Sundsvall an Schwedens Hoher Küste geboren. Ihre formale künstlerische Ausbildung begann 1913 an der Wilhelmson-Malschule in Göteborg unter Carl Wilhelmson, wo sie Kurt Jungstedt und andere traf, die ihre frühe Entwicklung prägen sollten. Sie setzte ihre Ausbildung an der Valand Akademie unter Birger Simonsson fort, bevor sie in den frühen 1920er Jahren nach Paris ging.
In Paris schrieb sie sich an der Académie Moderne ein und studierte bei Raoul Dufy und Othon Friesz – zwei Malern, die in der post-fauvistischen Handhabung von Farbe und Struktur verwurzelt waren, was einen bleibenden Eindruck in ihrem Werk hinterlassen sollte. Paris hielt sie gefangen: Sie verbrachte den größten Teil ihres Erwachsenenlebens dort, arbeitete in den Bereichen Malerei, Grafik und Keramik und baute eine parallele Karriere als Journalistin auf. Von 1921 bis 1966 war sie Pariser Korrespondentin für die Göteborgs Handels- och Sjöfartstidning, manchmal unter dem Pseudonym Comtesse Belloni schreibend.
Die Wende hin zum nicht-figurativen Werk erfolgte durch ihre Zeit im Atelier 17, Stanley William Hayters einflussreichem Pariser Grafikstudio. Dort absorbierte sie die Prinzipien des surrealistischen Automatismus und arbeitete mit Künstlern wie Max Ernst und Yves Tanguy zusammen. Das Ethos des Studios – dass das Unbewusste durch den physischen Widerstand von Tiefdruckverfahren erschlossen werden könne – entsprach ihrer Abkehr von der figurativen Ausbildung, die sie in Schweden erhalten hatte. Ihre Ölgemälde und grafischen Arbeiten aus der Mitte des Jahrhunderts tragen die Spuren dieser doppelten Prägung: strukturierte Farbflächen, die ein Gefühl für körperliche Geste bewahren.
Rathsmans öffentlicher Durchbruch in Schweden gelang 1951 mit einer Retrospektive in der schwedisch-französischen Kunstgalerie, die Werke ab 1919 versammelte und ihren Rang über drei Jahrzehnte hinweg bestätigte. Ihre Werke befinden sich in den Sammlungen des Moderna Museet, des Nationalmuseum, des Göteborg Museum of Art, des Malmö Art Museum, des Kalmar Art Museum und des Norrköping Art Museum.
Sie starb am 30. Juli 1974 in der Gemeinde Brännkyrka in Stockholm, zwei Tage nach ihrem 79. Geburtstag. Auf Auktionen erscheint Rathsmans Werk bei mehreren schwedischen Häusern – Göteborgs Auktionsverk, Stockholms Auktionsverk, Karlstad Hammarö Auktionsverk, Bukowskis und Metropol halten jeweils Teile der auf Auctionist dokumentierten 21 Lose. Zu den Spitzenpreisen gehören ein Ölgemälde mit dem Titel "Grupp med träd" für 11.500 SEK und "Arabgosse" für 11.000 SEK, während Pastell- und Mixed-Media-Kompositionen im Bereich von 2.000-3.000 SEK erzielen. Die Preise spiegeln einen Markt wider, der mit ihrer institutionellen Präsenz noch nicht vollständig Schritt gehalten hat.