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Sigfrid Bengtsson
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Per Sigfrid Bengtsson wurde am 26. Oktober 1898 in Nevishög, einem kleinen Dorf in Schonen, geboren und verbrachte fast sein ganzes Leben verwurzelt im flachen, fruchtbaren Ackerland Südschwedens. Er kam spät zur Malerei – er begann ernsthaft erst mit etwa 38 Jahren nach jahrelanger Zögerung – und schuf dennoch fast 3.000 Werke. Dieser späte Beginn schien ihn nie zurückzuhalten; wenn überhaupt, verlieh er seiner Kunst eine geduldige, unaufgeregte Qualität, die perfekt zu seinen Sujets passte.
Seine formale Ausbildung begann 1929 an Berggrens und Larssons Malereischule in Stockholm, gefolgt von einem Studium an der Skånska målarskolan in Malmö im Jahr 1931. Dies waren praktische, handwerklich orientierte Schulen und keine avantgardistischen Akademien, und Bengtsson nahm ihre Lehren in einer direkten und bodenständigen Manier auf. Er arbeitete hauptsächlich in Öl auf Tafel, und sein Pinselstrich bevorzugte breite, sichere Striche gegenüber feinen Details.
Bengtssons Sujet war vor allem die unmittelbare Landschaft um ihn herum – grasende Kühe, Pferde auf Sommerweiden, Herbstfelder, Winterstraßen gesäumt von kahlen Bäumen, gelegentliche Interieurs mit Tieren. Sein bekanntestes Motiv brachte ihm den Spitznamen „komålaren“ (der Kuhmaler) ein, ein Etikett, das ihm während seiner gesamten Karriere und in der posthumiven Würdigung seines Werkes anhaftete. Er malte die Tiere nicht als Symbole oder Sentimentalität, sondern als natürlichen Teil der arbeitenden Schonischen Landschaft, in der er aufwuchs.
Ab 1936 nahm er an Gruppenausstellungen mit Skånes konstförening teil und stellte 1939 auf der Ausstellung des Staatlichen Kunstrates aus. Er nahm auch 1941 an De ungas salong in Stockholm teil und stellte mit Konstnärsgillet in Lund aus. 1938 war er einer der Gründer des Künstlerkollektivs Blandningen, einer regionalen Gruppe mit Sitz in Schonen, und stellte in den folgenden Jahrzehnten weiterhin mit ihnen aus. Seine Werke gingen in die ständigen Sammlungen des Malmö Museums und des Ystads konstmuseums über. Die Staffanstorps konsthall widmete ihm eine umfangreiche Sommer-Retrospektive, mit vielen Werken, die vom lokalen Sammler Mikael Löfberg und der historischen Gesellschaft der Stadt ausgeliehen wurden.
Auf dem nordischen Auktionsmarkt werden Bengtssons Gemälde durchgängig bei Schonischen Auktionshäusern gehandelt, wobei Björnssons Auktionskammare, Stockholms Auktionsverk Malmö und Skånes Auktionsverk regelmäßig seine Werke anbieten. Unter 25 verzeichneten Auktionsauftritten erreichten Spitzenpreise 1.500 SEK für eine Landschaft und 1.358 SEK für eine Fohlenstudie, was einen Markt für regionale Sammler und nicht für internationalen Galerieverkehr widerspiegelt. Die Werke verkaufen sich bescheiden, aber stetig, eine faire Reflexion eines Künstlers, dessen Anziehungskraft immer lokal und intim und nicht metropolitisch war.