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Rune Claesson
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Rune John Lennart Claesson wurde am 15. Februar 1930 in Ulricehamn geboren, einer kleinen Stadt in Västergötland, die für den Rest seines Lebens seine Heimat und sein Hauptmotiv bleiben sollte. Dort starb er am 2. April 2011. Seine Karriere als Zeichner, Grafiker und Kunstpädagoge erstreckte sich über sechs Jahrzehnte, in denen er ein Werk schuf, das sich durch ein trockenes, präzises Auge, subtilen Humor und die Betonung des Lokalen und Besonderen gegenüber jeder modischen Abstraktion auszeichnete.
Claesson studierte von 1951 bis 1955 an der Kunsthochschule Valand in Göteborg unter Endre Nemes, dem ungarisch-schwedischen surrealistischen Maler, der Valand in eine der intellektuell lebendigsten Kunstschulen Skandinaviens verwandelte. Anschließend setzte er sein Studium von 1956 bis 1958 am Königlichen Kunstinstitut in Stockholm fort. Diese beiden prägenden Begegnungen gaben Claesson eine solide technische Grundlage in Zeichnung und Druckgrafik und setzten ihn gleichzeitig der europäischen modernistischer Tradition aus, die Nemes mit nach Schweden brachte.
Seine Praxis konzentrierte sich auf Zeichnung und grafische Arbeiten in einer unverwechselbaren persönlichen Mischung aus Aquarell, Pastell und Kohle. Landschaften, Stillleben, Porträts und Interieurs wiederholen sich in seinem Werk und werden mit einer sparsamen Intensität wiedergegeben, die selbst das gewöhnlichste Motiv mit stiller Bedeutung aufzuladen scheint. Seine Landschaften der västergötländischen Landschaft mit kahlen Birken vor winterlichem Himmel wurden zu einem seiner bekanntesten Motive. Radierungen wie „Fragment“ (Auflagen bis zu 260 Exemplaren) und Lithografien von baumgesäumten Landschaften zeugen von einem Grafiker, der mit den Anforderungen des Mediums vertraut ist.
Claesson lehrte in den 1970er und 1980er Jahren an der Hovedskous Malskola in Göteborg, am Königlichen Kunstinstitut in Stockholm und an der Nordischen Kunstschule in Karleby, Finnland, und war damit eine prägende Präsenz für eine Generation schwedischer und nordischer Künstler. Er unterhielt zeitlebens Ateliers in Ulricehamn, darunter eine von ihm selbst entworfene Holzvilla am Markusvägen, die zu einem lokalen Wahrzeichen wurde.
Seine Werke befinden sich in den Sammlungen des Göteborgs konstmuseum, des Moderna Museet in Stockholm, des Helsingborgs museum, des Kalmar konstmuseum, des Borås konstmuseum und des Ulricehamns museum. Die Gemeinde Ulricehamn hat ihre eigene Claesson-Sammlung ausgestellt, ein Maß für die Tiefe seiner Verbundenheit mit dem Ort, der ihn prägte. Rune Claessons Kunst belohnt geduldiges Betrachten: Sie ist das Werk eines Mannes, der die Welt um sich herum genau betrachtete und dort etwas fand, das es wert war, mit Präzision, Gefühl und gelegentlichen trockenen Bemerkungen festgehalten zu werden.