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Rolex
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Rolex wurde 1905 in London von Hans Wilsdorf, einem in Deutschland geborenen Unternehmer, und seinem Schwager Alfred Davis gegründet. Das Unternehmen firmierte zunächst als Wilsdorf and Davis und importierte Schweizer Uhrwerke von Hermann Aegler, die in speziell angefertigte Gehäuse eingebaut wurden. Wilsdorf ließ den Namen Rolex 1908 eintragen, da er glaubte, er sei in jeder Sprache leicht auszusprechen und kurz genug, um leserlich auf einem Zifferblatt zu passen. 1910 erhielt eine Rolex-Armbanduhr als erste der Welt das Schweizer Chronometer-Präzisionszertifikat vom Official Watch Rating Centre in Biel und begründete damit die frühe technische Glaubwürdigkeit der Marke.
Nach dem Ersten Weltkrieg veranlassten ungünstige britische Einfuhrzölle auf Silber und Gold Wilsdorf, das Unternehmen nach Genf zu verlegen, wo 1920 Montres Rolex SA eingetragen wurde. Der entscheidende technische Durchbruch gelang 1926 mit der Oyster, dem ersten hermetisch versiegelten Armbanduhrgehäuse der Welt. Um die Wasserdichtigkeit zu demonstrieren, arrangierte Wilsdorf, dass Mercedes Gleitze die Uhr 1927 bei ihrer Schwimmaktion im Ärmelkanal trug, ein frühes Beispiel für leistungsorientiertes Marketing, das zum zentralen Bestandteil der Markenidentität werden sollte. 1931 stellte Rolex den Perpetual-Rotor vor, den ersten Automatikaufzug, der durch die natürliche Bewegung des Handgelenks des Trägers angetrieben wurde, ein Prinzip, das bis heute in der gesamten Branche Standard ist.
In den Nachkriegsjahrzehnten entwickelte Rolex die Kollektionen, für die sie auf Auktionen am bekanntesten ist. Die Submariner erschien 1953 als erste Taucheruhr, die wasserdicht bis 100 Meter war, und wurde zu einem der meistkopierten Uhrendesigns der Geschichte. Die Datejust, die 1945 zum vierzigsten Firmenjubiläum eingeführt wurde, war die erste Automatik-Armbanduhr, die das Datum über ein Zifferblattfenster anzeigte. Die Day-Date folgte 1956, nur in Gold oder Platin erhältlich, und erhielt den informellen Namen "President", nachdem sie Dwight D. Eisenhower überreicht worden war. Der Cosmograph Daytona kam 1963 auf den Markt, entwickelt als Reaktion auf die Nachfrage aus der Motorsportwelt, und wurde schließlich zur begehrtesten Rolex-Referenz auf dem Sekundärmarkt.
Die GMT-Master wurde 1955 auf Wunsch von Pan American World Airways kreiert, die eine Pilotenarmbanduhr benötigte, die gleichzeitig zwei Zeitzonen anzeigen konnte. Ihre zweifarbige Lünette, die Tag- und Nachtstunden unterscheidet, wurde zu einem der bekanntesten Designelemente der Uhrmacherei. 1982 stellte Rolex die GMT-Master II vor, die es ermöglichte, den lokalen Stundenzeiger unabhängig einzustellen, was sie für transmeridionale Reisen praktischer machte.
Seit dem Tod von Hans Wilsdorf im Jahr 1960 ist Rolex vollständig im Besitz der Hans Wilsdorf Foundation, einer privaten Genfer Stiftung, die Gewinne für wohltätige Zwecke verwendet. Das Unternehmen produziert jährlich rund 1,1 Millionen Uhren und hält einen geschätzten Anteil von 32 Prozent am globalen Luxusuhrenmarkt nach Wert. Rolex-Uhren werden regelmäßig auf Auktionen in ganz Skandinavien angeboten, wobei Vintage-Referenzen aus den 1950er bis 1980er Jahren besondere Aufmerksamkeit von nordischen Sammlern auf sich ziehen. Der Auktionsmarkt spiegelt die anhaltende Nachfrage über das gesamte Spektrum der Rolex-Kollektionen wider, von Einsteiger-Oyster Perpetual-Referenzen bis hin zu seltenen, dokumentierten Exemplaren der Daytona, Submariner und GMT-Master.