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Rey Urban

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Rey Urban wurde am 14. September 1929 in Stockholm geboren und wurde zu einer der prägenden Figuren der schwedischen Silberschmiedekunst der Jahrhundertmitte. Er schrieb sich 1947 am Konstfack – der Universität für Kunst, Handwerk und Design in Stockholm – ein, um Metallbearbeitung zu studieren, und schloss sein Studium 1951 ab. 1953 wurde er Geselle und erhielt 1955 seine Meisterprüfung als Silberschmied. Noch vor Abschluss seines Studiums hatte er um 1950 seine Werkstatt, Silversmeden Rey Urban, gegründet und ein Atelier und eine Verkaufsausstellung in Stockholm eingerichtet, die jahrzehntelang das Zentrum seiner Tätigkeit bleiben sollte.

Urbans Werk steht an der Schnittstelle von feinem Handwerk und modernistischer Skulptur. Seine Technik basierte auf dem Hammerschmieden, einer Methode, die die Handschrift des Machers auf der fertigen Oberfläche sichtbar lässt und jedem Stück eine taktile Qualität verleiht, die es von industriell gefertigtem Silber unterscheidet. Seine Entwürfe reichen von offen geformten Armbändern und Halsketten bis hin zu Hohlwaren, Servierobjekten und kirchlichen Stücken – er schuf Silberobjekte für Kirchen in Schweden und verlieh seiner Tätigkeit eine zeremonielle Dimension, die über das Dekorative hinausging.

In den 1960er Jahren schloss sich Urban seinen Kollegen Claës E. Giertta und Lars Fleming für eine mehrjährige Wanderausstellung unter dem Namen „Tre Smeder“ (Die drei Schmiede) an. Das Projekt führte sie zu Ausstellungsorten in ganz Schweden und wurde weithin als Ausdruck dessen angesehen, was der zeitgenössische Kunsthandwerker erreichen konnte: dass die inhärente Schönheit von Silber und die Qualität der Herstellung als gleichberechtigte Partner im fertigen Objekt neben der Designabsicht bestehen konnten. Die drei Silberschmiede argumentierten Stück für Stück, dass Schmuck als echter persönlicher Ausdruck fungieren könne.

Urban stellte im Laufe seiner Karriere international aus und zeigte seine Arbeiten in Oslo, Kopenhagen, Helsinki, New York, Rio de Janeiro und São Paulo. Seine Werke wurden in die ständige Sammlung des Nationalmuseums in Stockholm, des führenden Kunst- und Designmuseums des Landes, aufgenommen. Er starb 2015 und hinterließ ein Werk, das bei Sammlern von skandinavischem Schmuck der Jahrhundertmitte sowohl in Schweden als auch international anhaltendes Interesse fand.

Auf dem Auktionsmarkt wird Urbans Silber von führenden schwedischen Häusern wie Kaplans Auktioner, Stockholms Auktionsverk, Bukowskis, Metropol und Crafoord Auktioner gehandelt. Die 40 Objekte in der Datenbank von Auctionist umfassen Armbänder, Ringe, Halsketten, Anhänger und Silberobjekte. Zu den höchsten erzielten Preisen gehören 7.400 SEK für ein Set aus sechs Trinkbechern aus Sterlingsilber von 1996 und 5.700 SEK für ein gehämmertes, offen geformtes Armband. Seine Arbeiten stoßen auf stetiges Sammlerinteresse, insbesondere bei Käufern, die sich von den brutalistischen und modernistischen Strömungen im skandinavischen Design der Nachkriegszeit angezogen fühlen.

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