
KünstlerNorwegiangeb.1908–gest.1987
Reidar Fritzvold
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Reidar Fritzvold wurde 1920 in Norwegen geboren und studierte an der Statens kunstakademi in Oslo bei Axel Revold, einem der führenden norwegischen Maler der Zwischenkriegszeit. Er studierte auch Grafik bei Chrix Dahl. Sein erster öffentlicher Auftritt fand 1940 mit einer Gruppenausstellung im Kunstnerforbundet in Oslo statt, gefolgt von der Teilnahme an der Gruppenausstellung "6 unge" (Sechs junge Künstler) am selben Ort im Jahr 1942.
Fritzvolds Malerei schöpfte aus zwei scheinbar gegensätzlichen Strömungen der norwegischen Kunstgeschichte. Er bekannte sich zu einer tiefen Verpflichtung gegenüber August Cappelen, dem Romantiker des 19. Jahrhunderts, der dunkle, atmosphärische Waldinneren malte, und zu Erik Werenskiold, dessen Ansatz gemessener und dokumentarischer war. Die Spannung zwischen diesen beiden Einflüssen – dem Lyrischen und dem Faktischen – durchzieht Fritzvolds beste Landschaftsarbeiten. Norwegische Kritiker beschrieben ihn durchweg als einen nüchternen und objektiven Naturmaler, doch seine Farbwahl hat eine Direktheit, ja sogar eine Härte, die über eine neutrale Beschreibung hinausgeht.
Seine bevorzugten Motive waren die Berglandschaften von West-Telemark und das Setesdal-Tal, Regionen mit starkem geologischem Charakter und Licht, das sich mit den Jahreszeiten dramatisch verändert. Er kehrte über Jahrzehnte zu denselben Orten zurück und schuf Gemälde wie "Nomeland. Valle i Setesdal" (1960) und "Høstmorgen ved Bossvatn" (1964), die norwegisches Terrain dokumentieren, ohne es zu sentimental zu verklären. Er malte auch Hafenszenen von der norwegischen Küste und zeitweise von Spanien und Italien.
Über die Landschaft hinaus wurde Fritzvold als einer der fähigsten Porträtmaler seiner Generation anerkannt. Zu seinen Porträtierten gehörten Mitglieder der norwegischen Königsfamilie und hochrangige Regierungsvertreter, eine Auftragsart, die eine andere Art von Disziplin als seine Außenarbeiten erforderte. Die Bandbreite – vom unbearbeiteten Berglicht bis zur formalen Porträtmalerei – deutet auf eine Karriere hin, die sich einer einfachen Kategorisierung widersetzte.
Seine Werke fanden Eingang in Sammlungen in ganz Norwegen mit bemerkenswerter Breite. Der Königliche Palast, die Nationalgalerie, das Nasjonalmuseet, der Norwegische Kunstrat und das Osloer Stadtmuseum beherbergen Beispiele. Insgesamt sind Gemälde, Lithografien und Zeichnungen von Fritzvold in 43 norwegischen Museen sowie in vielen Privatsammlungen vertreten. Die Galleri Pingvin in Oslo wurde in den letzten zehn Jahren seines Lebens seine regelmäßige Galerie.
Fritzvold starb 1998. Auf dem nordischen Kunstmarkt wurden seine Werke ausschließlich über Grev Wedels Plass Auksjoner in Oslo verkauft, was alle 16 Objekte in der Auctionist-Datenbank ausmacht. Die Preise bei Auktionen reichten von etwa 3.000 NOK für kleinere Hafen- und Birkenwaldszenen bis zu 40.000 NOK für größere Landschaftsgemälde. Der höchste verzeichnete Verkauf war für ein Werk mit dem Titel "Landskap" für 40.000 NOK, während "Skogslandskap med vann" 15.000 NOK erreichte. Telemark- und Setesdal-Motive erzielen tendenziell die stärksten Ergebnisse.