
KünstlerDanish
Preben Wölck
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Die Gemälde, die Preben Wölck in seiner frühen Karriere schuf, tragen das Gewicht der Landschaft, in der er aufwuchs. Geboren am 14. Januar 1925 in Nykøbing Mors auf der Insel Mors in Nordwestjütland, fühlte er sich schon früh zu dem hingezogen, was er „die bescheidenen Orte“ nannte – die unauffälligen Ecken des Alltags und das niedrige, flache Terrain seiner Heimatinsel. Figuren erscheinen in diesen frühen Werken als dichte, vereinfachte Formen, aufgebaut aus stereometrischen Gebilden und frontal zur Bildebene positioniert, in Erdtönen gefärbt und mit bewusster Schwere umrissen.
1949 wurde Wölck an der Königlich Dänischen Kunstakademie in Kopenhagen zugelassen, wo er bis 1956 studierte. Die Jahre an der Akademie gaben ihm eine technische Grundlage, aber die entscheidende Wende in seinem Werk kam nicht aus formaler Unterweisung, sondern aus der Auseinandersetzung mit internationalen Strömungen der späten 1950er und frühen 1960er Jahre. Die spontane abstrakte Malerei, die aus New York und Paris hervorging – Werke, die den physischen Akt des Malens über die bildliche Darstellung stellten – erreichte dänische Künstler durch Ausstellungen und Reproduktionen, und Wölck reagierte mit echter Überzeugung.
Anfang der 1960er Jahre löste sich seine figurative Bildsprache auf. Die neuen Gemälde entstanden aus expressiven Ansammlungen von Farbe, die in dicken, gestischen Schichten aufgetragen wurden, mit einer Palette, die auf Schwarz, Weiß und Grau reduziert war. Die Bilder konnten immer noch Landschaften andeuten – einen Horizont, das Gewicht des Himmels –, aber das Bild war zu einer Aufzeichnung des Malaktes selbst geworden, anstatt einer Beschreibung eines Ortes. 1962 ließ er das Madsen von seinem Namen streichen und signierte seine Werke einfach als Wolck, im selben Jahr, als seine reife abstrakte Praxis vollständig etabliert war.
Ein Titel, der unter seinen Werken erschien – „Portrait of Jackson Pollock“ – deutet darauf hin, wo er sich selbst verortete: innerhalb eines Dialogs mit dem amerikanischen abstrakten Expressionismus, wobei er dessen Schlüsselfigur als ein porträtwürdiges Subjekt behandelte. Dies ist weniger ein Akt der Heldenverehrung als vielmehr eine Erklärung der künstlerischen Abstammung, eine Möglichkeit, seinen eigenen spontanen Ansatz in einen breiteren internationalen Kontext zu stellen.
Wölck starb am 9. Juni 2000. Auf Auktionen erscheinen seine Gemälde fast ausschließlich in den Sälen von Bruun Rasmussen in Kopenhagen und Aarhus, wo alle 13 verzeichneten Lose unter Gemälde katalogisiert wurden. Die Preise reichten zwischen 2.000 und 3.400 DKK, wobei Öl auf Papier und Öl auf Karton zu den verzeichneten Medien gehören. Der Markt bleibt bescheiden und positioniert ihn als einen Maler von Interesse für Sammler der dänischen Abstraktion der Mitte des Jahrhunderts und nicht als einen breit gehandelten Namen.