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Prada
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In einer gläsernen Arkade im Zentrum von Mailand eröffnete Mario Prada 1913 ein Lederwarengeschäft, das zu einem der einflussreichsten Modehäuser des 20. Jahrhunderts werden sollte. Fratelli Prada, wie es zunächst hieß, bezog Räumlichkeiten in der Galleria Vittorio Emanuele II und spezialisierte sich auf luxuriöse Koffer, Taschen und Reiseaccessoires, gefertigt aus feinsten Ledern und importierten englischen Materialien. Das Geschäft erwarb sich schnell einen Ruf in der Mailänder Bourgeoisie und erhielt 1919 das Patent als offizieller Lieferant des italienischen Königshauses.
Die Verwandlung vom angesehenen Lederwarenhersteller zur globalen Modeikone erfolgte durch Marios Enkelin Miuccia Prada, die 1978 die kreative Leitung übernahm. Ausgebildet in Politikwissenschaft mit einem Doktortitel der Universität Mailand und mit einem Hintergrund im Pantomimentheater, brachte Miuccia eine intellektuelle Rastlosigkeit in die Mode, die Prada von seinen italienischen Konkurrenten abhob. Ihre erste große Intervention war materieller Natur: 1984 führte sie eine Kollektion von Taschen aus Pocone ein, einem robusten Industrienylon, das zuvor für Militärzelte und Fallschirme verwendet worden war. Der schwarze Nylon-Rucksack, verziert mit einem kleinen dreieckigen Emaille-Logo, wurde zu einem Anti-Luxus-Luxusartikel, einer bewussten Abkehr von den auffälligen Lederwaren, die den Markt dominierten.
Miuccias erste Prêt-à-porter-Kollektion debütierte 1988, und die Modekritik erkannte etwas Neues: eine Sensibilität, die spätere Journalisten als "ugly chic" bezeichnen würden. Ihre Designs kombinierten unerwartete Texturen, gedeckte Farben und Silhouetten, die den konventionellen Glamour unterliefen. In Zusammenarbeit mit ihrem Ehemann und Geschäftspartner Patrizio Bertelli, der die kaufmännische und industrielle Leitung übernahm, expandierte Prada in die Herrenmode (1993), die Zweitlinie Miu Miu (1993) und Schuhe. Mitte der 1990er Jahre war Prada ebenso ein kulturelles Signum wie eine Modemarke.
Auf nordischen Auktionen werden Prada-Taschen und -Accessoires über Auktionshäuser wie Kaplans Auktioner, Bruun Rasmussen, Bukowskis und Stockholms Auktionsverk gehandelt. Mit 190 Artikeln auf Auctionist und 27 aktuell aktiven Angeboten wird der Markt von Handtaschen angeführt, insbesondere der Galleria Tote aus Saffianleder, die zwischen 9.000 und 9.200 SEK erzielt. Das konstante Volumen spiegelt den starken Sekundärmarkt für Prada-Accessoires in ganz Skandinavien wider.