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Peter Freudenthal

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Peter Freudenthal wurde 1938 in Norrköping, Schweden, in ein Elternhaus geboren, das von jüdischer Tradition und einer kosmopolitischen europäischen Kultur geprägt war, in der die Künste einen zentralen Stellenwert einnahmen. Seine Studien erstreckten sich weit über Kunst, Kunstgeschichte, Archäologie und Ethnographie – eine Kombination, die ihn 1962 in den nördlichen Sudan führte, wo er als Archäologe tätig war. Diese frühe Auseinandersetzung mit verschiedenen visuellen Kulturen hinterließ einen bleibenden Eindruck auf seine Denkweise über Bildraum, Symbol und spirituelle Form.

In den 1950er Jahren arbeitete Freudenthal figurativ, doch die entscheidende Wende in seinem Schaffen brachte die Begegnung mit dem schwedischen Künstler Olle Baertling, dessen konkrete Kunst und Theorie der „offenen Form“ Freudenthal zur geometrischen Abstraktion lenkte. Wo Baertling scharfe dreieckige Vektoren und diagonale Schubkraft einsetzte, entwickelte Freudenthal eine ruhigere, gemessenere Sprache aus Quadraten und Rechtecken, die eine ausgeprägte Dreidimensionalität und die innere Logik des Gitters betonte. Er bevorzugt den Begriff „geometrische Abstraktion“ gegenüber „Konstruktivismus“, eine Unterscheidung, die signalisiert, wie sehr seine formalen Entscheidungen an den Inhalt gebunden sind: Die Geometrie trägt Bedeutung, oft abgeleitet aus der jüdischen visuellen und liturgischen Tradition.

1966 hatte er sein Debüt in Stockholm und entwickelte schnell eine internationale Ausstellungstätigkeit. Seine Werke wurden unter anderem in die ständigen Sammlungen des Museum of Modern Art in New York, des Jewish Museum in New York, des Metropolitan Museum of Art, des Israel Museum in Jerusalem und des Moderna Museet in Stockholm aufgenommen. Er stellte auch im Skirball Museum in Los Angeles aus und nahm an mehr als fünfzig Gruppenausstellungen in Europa, Israel und den Vereinigten Staaten teil. Eine seiner beständigsten Serien, „The Silent Prayer“ (1977), ist ein Portfolio von siebzehn Serigraphien, das sich im MoMA befindet und weithin als eine der klarsten Darstellungen seines Ansatzes gilt: formale Geometrie als Vehikel für meditative, spirituelle Erfahrung.

Freudenthal arbeitet mit Ölmalerei, Serigraphie und Siebdruck. Seine Leinwände weisen häufig eine komprimierte architektonische Tiefe auf, in der sich überlappende Rechtecke zurückzuziehen oder vorzurücken scheinen, je nachdem, wie Farbe und Kante interagieren – eine Art konstruktivistischer Illusionismus, der auf Aufmerksamkeit und Sorgfalt statt auf optakuläres Spektakel gründet. Titel wie „Ashkenas“ und „Komposition“ verweisen auf die doppelte Ebene, auf der er agiert: formale Strenge neben kultureller und religiöser Referenz.

Auf dem Kunstmarkt erscheint Freudenthals Werk regelmäßig bei schwedischen Auktionshäusern, wobei Stockholms Auktionsverk Magasin 5 den größten Anteil seiner Marktpräsenz ausmacht. Über 12 erfasste Lose bei Auctionist reichen die Ergebnisse von kleinen signierten Siebdrucken bis hin zu Ölgemälden, wobei Spitzenpreise von 14.500 SEK für ein Öl auf Leinwand und 11.000 SEK für „Ashkenas“ erzielt wurden. Seine grafischen Editionen, darunter der Mappenwerk „Silent Prayer“ und nummerierte Siebdruckserien, zirkulieren ebenfalls stetig und stellen zugängliche Einstiegspunkte für Sammler dar.

Bewegungen

Geometric AbstractionConstructivism

Medien

Oil on canvasSerigraphSilkscreen

Bemerkenswerte Werke

The Silent Prayer1977Portfolio of 17 serigraphs
AshkenasOil on canvas
New York (10 serigraphs)Serigraph

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