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Pertti Santalahti

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Pertti Juhani Santalahti (1941, Helsinki - 2015, Humppila) absolvierte das Kunstgewerbeinstitut in Helsinki und schloss 1962 dessen Bildhauerabteilung ab. Seine frühe Karriere führte ihn durch Finnland und Skandinavien: Er lieferte Entwürfe für Kupittaan Savi, Nuutajarvi Glass, die schwedische Glashütte Alsterfors, die Keramikfabrik Arabia und Hackman Iittala, bevor er den Kontext fand, in dem sich seine Vision vollständig entfalten sollte.

1971 trat Santalahti als Produktentwickler in die Glashütte Humppila im südwestlichen Finnland ein und wurde 1974 künstlerischer Leiter, eine Position, die er bis 1981 innehatte. Die Partnerschaft erwies sich als prägend. In einer Tradition, die von der rauen finnischen Landschaft geprägt war, drückte er Texturen von Baumrinde, Stein und geologischen Formationen direkt in seine Glasformen – eine taktile Ehrlichkeit, die seine Werke von glatteren skandinavischen Zeitgenossen unterschied.

Sein beständigstes Design aus dieser Zeit ist die Serie 'Kivi' (Stein): dicke, schwere Schalen und Kerzenhalter aus Bernstein-, Rauch- und Kohleglas, die das Gewicht und die Unregelmäßigkeit von Feldsteinen am finnischen Seeufer tragen. Die verwandte Serie 'Kasvimaalla' (Gemüsegarten) erweiterte dieselbe Logik auf organische, pflanzliche Formen. Beide Linien wurden als Massenmarkt-Editionen produziert, ohne den handwerklichen Charakter jedes Stücks zu opfern.

Santalahis Werk fand Eingang in Sammlungen von echtem institutionellem Gewicht. Das Finnische Glasmuseum in Riihimäki beherbergt mehrere Exemplare, ebenso wie das Museum für Zeitgenössische Kunst in Tampere, das Museum für Angewandte Kunst in Helsinki, die Kunstsammlungen der Veste Coburg in Deutschland und der British Crafts Council in London – letzteres ein Zeichen für die grenzüberschreitende Reichweite, die seine Entwürfe auf dem Höhepunkt des skandinavischen Designexports erreichten. Zu seinen Ausstellungsbeteiligungen gehörten Gemeinschaftsausstellungen im Finnischen Glasmuseum und in der Marjatta Galerie in Oslo.

Auf Auktionen werden seine signierten Humppila-Stücke regelmäßig über regionale skandinavische Auktionshäuser gehandelt und ziehen beständiges Sammlerinteresse auf sich, da sie funktionale Form und skulpturale Dichte vereinen. Santalahti reiht sich in die breitere Strömung des finnischen brutalen Glasdesigns der 1960er und 70er Jahre ein, einer Generation, die Glas nicht als Träger von Zartheit, sondern als Material mit geologischem Gewicht und Präsenz behandelte.

Bewegungen

Scandinavian ModernismFinnish Brutalist Glass

Medien

GlassCeramics

Bemerkenswerte Werke

Kivi-Set (Stone Set)1975art glass
Kasvimaalla (Vegetable Garden)1977art glass

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