
KünstlerSwedish
Per Svensson
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Per Svensson wurde 1935 in Lund geboren und verbrachte den Großteil seines Berufslebens in Südschweden, der Region, die sowohl seine Ausbildung als auch seine Motive prägen sollte. Seine formale Ausbildung erhielt er an der Grafikskolan Forum in Malmö, der 1964 von ABF unter der Leitung von Bertil Lundberg gegründeten Druckgrafikschule – einer zentralen Figur für die Entwicklung der schwedischen Druckgrafik in den Nachkriegsjahrzehnten. Die Schule, die im kulturellen Milieu der Malmöer Arbeiterklasse verwurzelt war, verband technische Strenge mit einer Tradition sozial und naturalistisch engagierter Bildsprache.
Svensson entwickelte sich früh zu einer der stärksten Stimmen der Schule. Seine Handschrift war schnell erkennbar: Bilder, die aus der Insektenwelt, vor allem Heuschrecken und Ohrwürmern, aufgebaut waren und mit Präzision und einer gewissen beunruhigenden Ruhe wiedergegeben wurden. Dies waren keine Illustrationen der Natur, sondern Erkundungen von Form, Struktur und Präsenz. Er arbeitete hauptsächlich in Aquatinta, Hart- und Weichgrundätzung sowie Flachdruck und entwickelte eine Druckgrafikpraxis, in der die physikalischen Eigenschaften des Mediums – die geätzte Oberfläche, der geschichtete Ton, der übertragene Druck – integraler Bestandteil der Bedeutung jeder Komposition waren.
Mit der Zeit erweiterten sich die Motive. Formen aus Architektur, dem Pflanzenreich und der menschlichen Figur traten in sein Werk ein, aber immer transformiert, immer zu etwas Mehrdeutigerem gedrängt. In Krognoshuset in Lund, wo er als Teil der Künstlergruppe Aura ausstellte, begegneten die Betrachter grafische Bildwelten, die aus suggestiven Formen aufgebaut waren, die zwischen dem Erkennbaren und dem Erfundenen schwebten. Seine Gemälde entwickelten sich parallel: In ihnen lösten sich grafische Formen von ihren gedruckten Ursprüngen und wurden zu dem, was er „Steinflumen“ nannte – reliefartige Oberflächen, die Spuren von pflanzlichem und tierischem Leben trugen.
Der Umfang seiner institutionellen Vertretung ist bemerkenswert für einen Grafiker, der hauptsächlich in der schwedischen Provinz arbeitete. Seine Werke gelangten in die Sammlung des British Museum in London, des Minneapolis Institute of Art, der Bradford City Art Gallery, des Moderna Museet in Stockholm und der Nationalgalerie für Kunst in Sofia – eine Spanne, die für die internationale Verbreitung schwedischer Grafik in den 1960er und 1970er Jahren spricht. In Schweden wurden seine Drucke regelmäßig auf Auktionen in Schonen versteigert, darunter bei Crafoord Auktioner in Lund und auf Auktionsplätzen in Helsingborg und Höganäs.
Svensson starb 2016 in Malmö. Unter seinen Auktionsauftritten repräsentiert die Farblithografie-Serie „Den drömda Trädgården“ (Der geträumte Garten) seine Bandbreite als Kolorist neben dem überwiegend monochromen Radierwerk, für das er am bekanntesten ist.