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Per Rom

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Per Rom wurde am 22. November 1903 in Kristiania – der Stadt, die später Oslo werden sollte – geboren und verbrachte sein Berufsleben an der Schnittstelle von Malerei und institutionellem Kunstleben in Norwegen. Er studierte an der Statens Håndverks- og Kunstindustriskole in Kristiania und wurde später zwischen 1924 und 1925 Schüler von Axel Revold. Revold, einer der einflussreichsten norwegischen Maler des frühen zwanzigsten Jahrhunderts und Schüler von Henri Matisse, hinterließ in Roms Frühwerk eine sichtbare Spur: eine Tendenz zu flachen, stark vereinfachten Formen und eine bewusste Zurückhaltung in der Farbe.

Rom gehörte zur ältesten Generation der Revold-Schüler und nahm an Gemeinschaftsausstellungen mit mehreren von ihnen teil, bevor er 1932 sein Solodebüt im Kunstnerforbundet gab. Seine Gemälde aus dieser Zeit konzentrieren sich hauptsächlich auf Landschaften, die in einem reduzierten Stil wiedergegeben sind, der dem französischen Post-Impressionismus etwas verdankt, ohne ein ausgeprägtes nordisches Ortsgefühl aufzugeben. Werke wie „Brann i Steen og Strøm“ (1931) und „Aften i blindleia“ (1951), beide im Nationalmuseum in Oslo, zeigen diese Tendenz deutlich: solide Formen, sparsame Komposition und eine ruhige Aufmerksamkeit für das Licht.

Um 1960 verschob sich Roms Werk entscheidend in Richtung Abstraktion. Diese späteren Kompositionen, von denen das Nationalmuseum sechs besitzt, markieren eine natürliche Fortsetzung des vereinfachenden Impulses, der in seiner Malerei stets vorhanden war. Der Übergang war eher allmählich als abrupt und spiegelte eine Karriere wider, die stets die strukturelle Klarheit über oberflächliche Details stellte.

Außerhalb des Ateliers war Roms Beitrag zum norwegischen Kunstleben beträchtlich. Er leitete von 1940 bis 1953 die Galleri Per in Oslo, einen der wichtigsten kommerziellen und kulturellen Räume der Osloer Kunstszene während und nach den Kriegsjahren. Von 1946 bis 1973 gab er die Zeitschrift Kunsten idag heraus, eine Publikation, die die Diskussion und Verbreitung der norwegischen Moderne prägte. Von 1953 bis 1973 war er Direktor des Riksgalleriet, der Institution, die für die Vermittlung zeitgenössischer Kunst an das Publikum in ganz Norwegen zuständig war. Er starb am 2. Oktober 1985 in Oslo.

Auf Auktionen erscheint Roms Werk fast ausschließlich über Grev Wedels Plass Auksjoner, das auf klassische norwegische Kunst spezialisierte Auktionshaus in Oslo. Die Datenbank zeigt 14 dort verkaufte Objekte, darunter Spitzenresultate wie „Sunbathers 1928“ für 105.000 NOK und figurative Kompositionen wie „Kvinne og mann med hest og sau 1943“ für 17.000 NOK. Diese Preise spiegeln die Position eines historisch bedeutenden, aber kommerziell nicht herausragenden norwegischen Malers der Jahrhundertmitte wider, dessen institutionelles Erbe sein Marktprofil wohl überwiegt.

Bewegungen

Norwegian ModernismPost-ImpressionismAbstract Art

Medien

Oil painting

Bemerkenswerte Werke

Brann i Steen og Strøm1931Oil on canvas
Sunbathers1928Oil on canvas
Aften i blindleia1951Oil on canvas
Kvinne og mann med hest og sau1943Oil on canvas

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