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Per Gunnar Thelander
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Pär Gunnar Thelander, bekannt als PG Thelander, wurde am 2. Mai 1936 in Stockholm geboren. Er studierte zunächst von 1955 bis 1959 an der Konstfack im Studiengang Dekorationsmalerei und anschließend von 1959 bis 1964 am Königlichen Kunsthochschule (Kungliga Konsthögskolan). Ein Studienaufenthalt 1962 in Paris setzte ihn mit der europäischen Drucktradition auseinander, zu einer Zeit, als das Medium in neue Richtungen entwickelt wurde, und hinterließ einen bleibenden Eindruck auf seine grafische Sensibilität.
Obwohl Thelander sich mit Malerei, Skulptur und Zeichnung beschäftigt, bildet sein grafisches Werk – insbesondere die Kupferätzung – den Kern seiner Praxis. Seine grafischen Blätter zeichnen sich durch eine Linienfeinheit aus, die an die Zeichnungen der frühen Florentiner Renaissance erinnert, doch der Inhalt ist fest in der absurden Gegenwart verankert. Tiere stehen im Mittelpunkt seiner Bildsprache: Pinguine, Frösche, Schildkröten, Strauße und Eichhörnchen erscheinen mit Fliegen, Nüssen, Schrauben, Karotten und Tapetenstreifen, die mit einer Art forensischer Ruhe um sie herum arrangiert sind. Die Inkongruenz ist der Punkt.
Seit den 1970er Jahren taucht eine kleine wiederkehrende Figur in seinem Werk auf, die als visuelles Alter Ego fungiert, eine Paraphrase von Jean Dubuffets Porträt von Henri Calet. Diese selbst eingefügte Präsenz verbindet seine ansonsten episodische Bildsprache zu einem losen autobiografischen Faden und verleiht dem Werk eine Wärme, die verhindert, dass der Absurdismus kalt wird.
Seine Karriere hat zu ständiger internationaler Anerkennung geführt. Er erhielt Auszeichnungen bei der World Print Competition, bei Druckausstellungen in Tokio (1966) und San Francisco (1973) sowie bei der Biennial of Prints in Bhopal (1991). Er hatte Einzelausstellungen in Stockholm, Uppsala, Oslo und international und nahm an Gruppenausstellungen in Ljubljana, Lugano, Kopenhagen, Tokio und London teil.
Seine Werke sind in den Sammlungen des Nationalmuseum Stockholm, Moderna museet, Göteborgs konstmuseum, des British Museum in London, der Bibliothèque nationale de France in Paris und in Museen in Dresden, Mexiko-Stadt, New York und San Francisco vertreten. Die Galleri Mats Bergman in Schweden ist ein langjähriger kommerzieller Partner, der seine Drucke neuen Sammlern zugänglich macht.
Auf schwedischen Auktionshäusern sind Thelanders 26 Lose hauptsächlich bei Stockholms Auktionsverk an seinen verschiedenen Standorten (Magasin 5, Helsingborg, Sickla) sowie bei Gomér und Andersson in Linköping und Uppsala Auktionskammare erschienen. Der Markt ist in seinen Radierungen verankert: Spitzenresultate sind eine Pinguinkomposition für 3.700 SEK und eine farbige Radierung mit einem Schwein für 2.000 SEK. Die Preise spiegeln das zugängliche Ende seiner veröffentlichten Auflagen-Drucke wider und nicht Unikate, und stellen einen konsistenten Einstiegspunkt für Sammler schwedischer Nachkriegsgrafik dar.