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Pentti Sarpaneva
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Pentti Sarpaneva wurde am 4. Juni 1925 in Tampere, Finnland, in eine Familie geboren, aus der zwei der bedeutendsten Persönlichkeiten der angewandten Kunst des Landes hervorgehen sollten. Sein jüngerer Bruder Timo sollte das finnische Glasdesign neu gestalten; Pentti schlug einen anderen Weg ein, der ihn durch Druckgrafik und Grafikdesign führte, bevor er sich in seinen Dreißigern der Schmuck- und Metallkunst zuwandte.
Er studierte am Institut für industrielle Kunst in Helsinki und begann seine Karriere als Grafikdesigner. Der Übergang zum Schmuck war nicht abrupt, sondern allmählich, angetrieben von einem Interesse an Textur, Material und den taktilen Qualitäten, die der Druck nicht vollständig befriedigen konnte. Seine frühen Stücke enthielten gefundene und recycelte Materialien, und diese experimentelle Sensibilität verließ ihn nie ganz. Was sich änderte, war die Größe und Beständigkeit des Mediums.
Sarpaneva entwarf für Kalevala Koru, bevor er zu Turun Hopea in Turku wechselte, wo er 1967 künstlerischer Leiter wurde und bis zu seinem Tod im Jahr 1978 blieb. In dieser Zusammenarbeit nahm sein charakteristischstes Werk Gestalt an. Er arbeitete hauptsächlich in Bronze, mit Silber und Gold in ausgewählten Stücken, und sein Prozess war ungewöhnlich direkt: Er goss Texturen aus von Hand gesammelten Naturmaterialien, Baumrinde, Flechten, Felsflächen, Tannenzapfen, Seilen und Spitze, und presste die unvollkommene Welt in geschmolzenes Metall, so dass jedes Stück die exakte Maserung seiner Quelle bewahrte. Die Ergebnisse wirken ebenso wie geologische oder botanische Exemplare wie Ornamente.
Die Größe seines Schmucks war bewusst assertiv. Anhänger und Armbänder waren groß, skulptural und dazu bestimmt, am Körper zu bestehen, anstatt in der Dekoration zu verschwinden. Dies entsprach einem breiteren Strom in der skandinavischen Metallkunst der damaligen Zeit, aber Sarpanevas Engagement für den direkten Guss aus der Natur verlieh seinen Stücken eine Spezifität, die sie von abstrakteren Zeitgenossen abhob. Die Oberflächen sind nicht so gestaltet, dass sie wie Rinde oder Eis aussehen; in vielen Fällen sind es Rinde und Eis, fixiert in Bronze.
Sarpaneva starb am 10. Juli 1978 im Alter von 53 Jahren in Turku. Sein Schaffen über etwa zwei Jahrzehnte zirkuliert weiterhin stetig durch nordische Auktionshäuser, wobei Halsketten, Armbänder und Ringe regelmäßig bei Bukowskis und auf spezialisierten skandinavischen Designverkäufen auftauchen. Sammler fühlen sich ebenso von der Materialität der Stücke angezogen wie von dem Namen, der selbst Teil des Arguments des Werkes ist: dass Handwerk, Natur und feine Metallkunst nicht getrennte Kategorien einnehmen müssen.