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Paul Holsby
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Paul Georg Holsby wurde am 1. September 1921 in Norrtälje, einer kleinen Küstenstadt nördlich von Stockholm, geboren. Seine frühe Ausbildung führte ihn nach Paris, wo er zwischen 1948 und 1951 bei dem französischen Maler und Theoretiker André Lhote studierte. Lhote war eine Schlüsselfigur der post-kubistischen Pädagogik, und sein Einfluss prägte Holsbys Herangehensweise an die Bildstruktur und die Anordnung von Farben innerhalb einer Komposition.
1946, vor seinem Pariser Studium, gründete Holsby zusammen mit Harry Roskvist und Gillis Sahlin die Künstlergruppe Skånsk treklöver. Die Gruppe veranstaltete gemeinsame Ausstellungen in ganz Schweden und Nordeuropa, unter anderem in Helsingborg, Göteborg, Stockholm, Örebro, Umeå, Amsterdam, Helsinki und Kopenhagen. Diese kollektive Tätigkeit bot Holsby eine frühe Plattform und integrierte ihn in die Nachkriegs-Kunstszene Schwedens mit Zentrum in Schonen.
Seine erste Einzelausstellung auf der Frühjahrsausstellung (Vårutställningen) im Vikingsberg in Helsingborg fand 1947 statt. In den folgenden Jahrzehnten stellte er durchgehend in ganz Schweden aus, mit etwa einem Dutzend Soloauftritten in Paris ab 1957 und weiteren Ausstellungen in Westdeutschland, den Vereinigten Staaten und Kanada. Die internationale Reichweite war für einen schwedischen Regionalmaler seiner Generation beträchtlich.
Holsby arbeitete hauptsächlich in Ölmalerei und Farblithografie. Seine Lithografien, von denen viele ab den späten 1950er Jahren entstanden, weisen surrealistische Untertöne neben einer lebendigen Palette auf und kombinieren figurative Elemente mit traumhaften räumlichen Anordnungen. Werke wie die Farblithografien Spansk dans und Yster lek, beide aus dem Jahr 1967, zeigen seine Leichtigkeit im Umgang mit großen Flächen gesättigter Farben, die von starken linearen Rhythmen strukturiert werden. Seine Gemälde reichten von figurativen Kompositionen bis hin zu Stillleben.
1978 wurde er zum Mitglied der Academia Italia gewählt und erhielt die Goldmedaille dieser Institution. 1988 wurde ihm der Premio Milano Artista dell'Anno verliehen. Seine Werke fanden Eingang in die Sammlungen des Nationalmuseums in Stockholm, des Kalmarer Kunstmuseums, des Norrbottens Museum in Luleå, des Eskilstuna Kunstmuseums, des Institut Tessin in Paris, des De Cordova Museums in Lincoln, Massachusetts, und des Grafikens Hus in Mariefred. Er starb am 15. Dezember 2007 in Höganäs, der schonischen Stadt, der er lange verbunden war.
Auf Auktionen erscheint sein Werk am häufigsten bei Helsingborgs Auktionskammare, das 24 der 60 auf Auctionist verzeichneten Lose abwickelte, was seine starken regionalen Verbindungen zu Schonen widerspiegelt. Zu den Spitzenpreisen gehören 4.101 SEK für Flickan och fågeln und 1.966 EUR für ein Blumenstillleben. Lithografien und Gemälde werden regelmäßig zu mittleren Preisen gehandelt, wobei figurative und Blumenkompositionen das stetigste Gebotsinteresse auf sich ziehen.