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Paul Hoff
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Paul Hoff kam 1969 zur Porzellanfabrik Gustavsberg und arbeitete dort mit einigen der bedeutendsten Namen der schwedischen Keramik zusammen: Berndt Friberg, Lisa Larson und Stig Lindberg waren alle in der Fabrik tätig. Hoff, 1945 in Stockholm geboren, hatte von 1963 bis 1968 an der Universität für Kunst, Handwerk und Design (Konstfack) studiert und sich sowohl in Keramik als auch in Glas ausbilden lassen. In Gustavsberg fand er eine Fabrik mit einer tiefen Tradition, Künstlern im Rahmen einer industriellen Produktion kreative Freiheit zu gewähren.
Sein gefeiertstes Werk aus der Gustavsberger Zeit ist die Serie „Arter i fara“ (Bedrohte Arten), die 1973 begann. Diese großen Steinzeugfiguren stellten bedrohte Tiere dar, darunter der Polarfuchs, die Kröte, der Uhu und am berühmtesten der Lappuggla (Bartkauz, Strix nebulosa). Die Serie, die in limitierter Auflage für das Kaufhaus NK in Stockholm produziert wurde und deren Erlös teilweise dem World Wildlife Fund zugutekam, verband künstlerischen Anspruch mit Umweltbewusstsein. Insbesondere die Bartkauz-Skulptur Strix nebulosa ist zu einer der bekanntesten Keramikskulpturen des modernen schwedischen Kunsthandwerks geworden, ihre strukturierte Steinzeugoberfläche fängt das dichte Gefieder des Vogels mit bemerkenswertem Naturalismus ein.
Die Serie „Tarzan“ bot ein anderes Register: vier Tierfiguren (Fisch, Pferd, Löwe und Robbe) in surrealen, stilisierten Formen mit gedrucktem farbigem Dekor, das Hoffs Bandbreite über die naturalistische Tierporträtmalerei hinaus zeigte. Nach einer Zeit als Glasdesigner bei Kosta Boda kehrte Hoff 1981 nach Gustavsberg zurück und setzte seine beliebte Produktion von Vögeln und anderen Tierfiguren fort.
Auf Auktionen werden Hoffs Keramiken bei schwedischen Auktionshäusern wie Crafoord Auktioner, Stockholms Auktionsverk, Karlstad Hammaro Auktionsverk und Formstad Auktioner angeboten. Die Bartkauz-Skulpturen Strix nebulosa dominieren die Spitze des Marktes und erzielen Preise von 14.100 bis 16.000 SEK. Mit 176 Objekten auf Auctionist behauptet sich sein Werk bei Sammlern schwedischer Studiokeramik und Tierskulpturen auf konstant hohem Niveau.