
KünstlerSwedish
Ove Olson
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Ove Olson wurde 1903 in Skabersjö, einem kleinen Dorf in Schonen, der südlichsten Spitze Schwedens, geboren. Seine frühe Ausbildung erhielt er an der Skåne School of Painting in Malmö, wo er seine erste Grundlage in der regionalen akademischen Tradition erwarb. 1929 traf er die Entscheidung, die sein Leben prägen sollte: Er zog nach Paris.
An der Académie Scandinave, die in der Maison Watteau untergebracht war, studierte er bei Othon Friesz und Charles Dufresne, zwei Malern, die eng mit der post-fauvistischen Strömung verbunden waren, die die französische figurative Malerei in den ersten Jahrzehnten des zwanzigsten Jahrhunderts transformiert hatte. Er arbeitete auch an der Académie de la Grande Chaumière, dem offenen Atelier, das Generationen skandinavischer Künstler anzog, die eine Alternative zur formalen Akademie suchten. Olson nahm die Direktheit von Farbe und Form auf, die diese Lehrer verkörperten, und entwickelte eine Malweise, die sich durch ihre Beobachtung von Licht, Menschen und den Oberflächen der Stadt auszeichnete.
Seine erste Einzelausstellung, die 1934 in Straßburg stattfand, wurde gut aufgenommen, und er wurde in den folgenden Jahrzehnten zu einer regelmäßigen Präsenz auf dem Pariser Salon. Als der Zweite Weltkrieg seine Karriere unterbrach, meldete er sich freiwillig für Frankreich und geriet in Gefangenschaft, wo er im Stalag III-A in Luckenwalde verbrachte. Eine Beinverletzung führte schließlich zu seiner Repatriierung nach Frankreich, und am Ende der Feindseligkeiten wurde ihm für seine Verdienste das Croix de Guerre und die Ehrenlegion verliehen.
Nach dem Krieg setzte Olson seine Karriere mit bemerkenswertem Schwung fort. Er hatte Einzelausstellungen in Paris und Stockholm und wurde in Stockholm von dem Händler Gösta Stenman gefördert, der Helene Schjerfbeck zuvor einem breiteren schwedischen Publikum vorgestellt hatte. In Paris war der Direktor des Institut Tessin, Gunnar Lundberg, ein Fürsprecher seiner Arbeit. Die Stadt Paris verlieh ihm ihren Kulturpreis. Seine Gemälde gingen in die Sammlungen des französischen Staates, des Musée des Beaux-Arts in Tours und mehrerer provinzieller französischer Museen sowie des Institut Tessin ein.
Auf dem nordischen Auktionsmarkt erscheint Olsons Werk hauptsächlich bei schwedischen Regionalhäusern in Schonen. Innerhalb der Datenbank von Auctionist sind 25 Objekte verzeichnet, wobei Garpenhus Auktioner, Markus Auktioner und Höörs Auktionshall mengenmäßig führend sind. Seine Pariser Motive – Dächer, Straßenszenen, Notre Dame – dominieren die Angebote. Das Spitzenergebnis ist ein Öl mit dem Titel "Tak, Paris" (Dach, Paris) für 3.210 SEK, gefolgt von einem figurativen Öl "Suzanne" für 2.013 SEK und einem Notre Dame Aquarell für 1.458 SEK. Lithografien und Ausstellungsplakate für die Borstahusens Konstförening erscheinen ebenfalls regelmäßig und werden zwischen 300 und 650 SEK gehandelt.