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KünstlerNorwegiangeb.1842–gest.1909

Otto Sinding

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Otto Ludvig Sinding wurde am 20. Dezember 1842 in Kongsberg, Norwegen, als ältester Sohn des Bergwerksinspektors Matthias Wilhelm Sinding und Cecilie Marie Mejdell geboren. Seine Familie sollte zu einer der künstlerisch produktivsten in der norwegischen Kulturgeschichte werden: Sein jüngerer Bruder Stephan wurde ein bekannter Bildhauer, und sein jüngster Bruder Christian ein Komponist, dessen internationale Reputation ihn schließlich beide übertraf. Ottos eigene Ausbildung führte ihn zunächst durch ein Jurastudium in Christiania, bevor der Ruf der Malerei stärker wurde.

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Seine frühen Landschaftsversuche brachten ihm ein Stipendium für Deutschland ein, wo er sich an der Badischen Kunstschule in Karlsruhe unter Hans Gude einschrieb, dem in Norwegen geborenen Landschaftsmaler, der zu einer der führenden Figuren der Düsseldorfer Schule geworden war. Die Verbindung ging tiefer als die Lehre: Im April 1874 heiratete Sinding Anna Christine Nielsen, eine Adoptivtochter von Gude und Betsy Anker. Die Bindung zu Karlsruhe war sowohl beruflich als auch familiär.

Nach seiner Rückkehr nach Norwegen im Jahr 1876 übernahm Sinding Aufträge, die ihn im kulturellen Leben Christianias verankerten. Er malte das Altarbild mit Christus am Kreuz für die Paulskirche und schuf eine Reihe von Werken, die auf norwegischen Volksmärchen und Küstenlandschaften basierten. Eine Reise nach Italien im Jahr 1880 erweiterte seine Palette, und er ließ sich anschließend in München nieder – damals ein wichtiges Zentrum für nordeuropäische Maler –, wo er eine Reihe lebendiger Landschaften und Marinemalereien entwickelte.

Der Winter 1886 brachte die wohl folgenreichste Reise seiner Karriere: eine Studienreise auf die Lofoten im Norden Norwegens. Die extremen Lichtverhältnisse, die Fischerdörfer, die sich über dem Wasser an Felsen klammerten, und das Drama des arktischen Wetters lieferten Sinding Stoff, zu dem er jahrelang zurückkehrte. Werke wie "Fra Reine i Lofoten" (1883, heute im Nasjonalmuseet, Oslo) und Genreszenen von Fischern aus Svolvær wurden zu Markenzeichen des norwegischen romantischen Naturalismus. 1891 ließ er sich in Lysaker, der Künstlerkolonie außerhalb Christianias, nieder, bevor er 1903 nach München zurückkehrte, um eine Professur an der Akademie der Bildenden Künste zu übernehmen. Dort starb er am 22. November 1909.

Auf dem Auktionsmarkt ist Sindings Werk ausschließlich bei Grev Wedels Plass Auksjoner in Oslo vertreten, wo alle 36 seiner Lose in der Auktionsdatenbank bearbeitet wurden. Seine Spitzenresultate – "Fiskerjente på strand" (1883) und "Storm" (1875), die jeweils 125.000 NOK erzielten – deuten auf ein anhaltendes Sammlerinteresse an seinen Figuren- und Marinewerken hin. Lofotenmotive wie "Snefall, Motiv fra Svolvær Lofoten" und "Vårdag i Svolvær" (1882) wurden ebenfalls im Bereich von 88.000 bis 90.000 NOK verkauft. Diese Zahlen platzieren ihn bequem im Sekundärmarkt für norwegische romantische Maler des 19. Jahrhunderts, wo Küsten- und Nordmotive weiterhin die stärksten Gebote erzielen.

Bewegungen

Romantic NaturalismDüsseldorf SchoolNorwegian Romanticism

Medien

Oil on canvas

Bemerkenswerte Werke

Fra Reine i Lofoten1883Oil on canvas
Storm1875Oil on canvas
Fiskerjente på strand1883Oil on canvas
Anna ved vannet1878Oil on canvas
Vårdag i Svolvær1882Oil on canvas

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