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Otto Müller

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C.F. Otto Müller war ein deutscher Industriedesigner und Unternehmer, der in den 1920er und 1930er Jahren in Stuttgart tätig war. Seine Karriere begann im Vertrieb von Beleuchtungsprodukten, und er war deutscher Vertreiber von Poul Henningsens PH-Leuchten – eine Erfahrung, die sein Verständnis für blendfreie, funktional rationale Beleuchtung prägte. Dieser Hintergrund inspirierte ihn direkt zur Entwicklung eines eigenen, konkurrierenden Systems.

1931 entwickelte Müller in enger Zusammenarbeit mit Studenten und Forschern des Lichttechnischen Instituts der Technischen Hochschule Karlsruhe die Sistrah-Lampe. Der Name Sistrah leitete sich von der deutschen Phrase "sie strahlt hell" ab. Das Design verfolgte ein einziges Ziel: maximale Helligkeit bei völliger Blendfreiheit, erreicht durch eine fünfteilige mundgeblasene Glasassemblage aus Kristallklar-, Opal- und Satin-Kristallglas in Kombination. Das Sistrah-Prinzip wurde in Deutschland und mehreren europäischen Ländern patentiert. International wurden die gleichen Produkte unter dem Exportmarkennamen Megaphos vertrieben.

Müllers Entwürfe wurden als das deutsche Gegenstück zum PH-System beschrieben – sie teilten die gleiche zugrundeliegende Logik, die Glühbirne vor direktem Blick zu schützen und das Licht präzise nach unten zu lenken. Der gestufte einteilige Glasschirm machte die Lampen auch wesentlich einfacher zu reinigen als zeitgenössische Metallschirme. Die Sistrah Licht GmbH, eine Tochtergesellschaft von Müllers Firma Müller und Zimmer, übernahm ab 1934 den Vertrieb. Das Sortiment reichte weit über den häuslichen Gebrauch hinaus: Sistrah-Leuchten wurden für Büros, Restaurants, Hörsäle, Arztpraxen, Zahnarztpraxen, Fabriken und Straßenbeleuchtung spezifiziert.

Auf der Plattform Auctionist erscheint Müllers Werk fast ausschließlich als die Sistrah-Pendelleuchte in ihren verschiedenen Modellen (P3, P3.5, P5) und die Megaphos-Schreibtischlampenvariante aus den 1930er Jahren. Die 14 katalogisierten Objekte wurden in Auktionshäusern wie Bukowskis Malmö, Falun Auktionsbyrå und Crafoord Auktioner verkauft, wobei das höchste verzeichnete Ergebnis 6.500 SEK für eine Sistrah-Pendelleuchte erzielte. Die Objekte werden hauptsächlich unter Beleuchtung und Deckenleuchten klassifiziert, was das schmale, aber beständige Sammlerinteresse an seinen Glaslampenentwürfen aus der Bauhaus-Ära widerspiegelt.

Bewegungen

BauhausFunctionalismIndustrial Design Modernism

Medien

GlassNickel-plated metalIndustrial lighting design

Bemerkenswerte Werke

Sistrah P3 Pendant Lamp1931Mouth-blown glass, nickel-plated metal
Sistrah P5 Pendant Lamp1931Mouth-blown glass, nickel-plated metal
Megaphos T2 Desk Lamp1932Glass, metal
Sistrah SSo Wall Lamp1932Mouth-blown glass, metal

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