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KünstlerNorwegian

Otto Hennig

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Otto Hennig wurde am 6. August 1871 geboren und wurde zu einer der markantesten Stimmen der neuromantischen Landschaftsmalerei in Norwegen. Seine künstlerische Ausbildung begann 1890, als er sich gleichzeitig an Knud Bergsliens Malereischule und der Königlichen Zeichenschule in Christiania einschrieb und damit in einer Zeit auf die Szene trat, als der Neuromantismus die Herangehensweise norwegischer Künstler an die Natur neu gestaltete. Vier Jahre später debütierte er auf der Herbstausstellung und begann damit eine fast ununterbrochene Präsenz in dieser Institution während der ersten beiden Jahrzehnte des zwanzigsten Jahrhunderts.

Der Herbst 1894 führte ihn auch nach Kopenhagen, wo er bei Kristian Zahrtmann studierte, dem dänischen Maler, dessen Atelier einer der einflussreichsten Ausbildungsorte für skandinavische Künstler dieser Generation war. Von Kopenhagen aus zog Hennig 1895 nach Berlin und München, wo er sich intensiv mit dem Werk deutscher Romantiker, insbesondere Arnold Böcklin und Moritz von Schwind, auseinandersetzte, deren mythische und melancholische Behandlung der Landschaft seine Gedanken über Stimmung und Atmosphäre in der Malerei nachhaltig prägten.

Hennigs Landschaften sind weniger durch topografische Präzision als durch emotionale Register definiert. Seine charakteristischen Motive – Winterwälder, Küstenabende, herbstliche Waldwege – werden in Molltonarten, mit gedämpften Paletten und einer Stille, die an das Unheimliche grenzt, wiedergegeben. Die Wälder der Nordmark und die südnorwegische Küste um Nevlunghavn erscheinen auf seinen Leinwänden als vertraute und doch entrückte Räume, erfüllt von schwindendem Licht und einer allgegenwärtigen Melancholie. Er vermied Anekdoten und Spektakel zugunsten ruhigerer, anhaltenderer Stimmungen.

Internationale Anerkennung erfuhr er auf der Pariser Weltausstellung 1900, wo er eine Bronzemedaille erhielt, und erneut auf der Panama-Pacific Exhibition in San Francisco 1915, wo ihm eine Silbermedaille verliehen wurde. Diese Auszeichnungen platzierten ihn fest innerhalb der breiteren europäischen symbolistischen und spätromantischen Strömung, die um die Jahrhundertwende die skandinavische Malerei durchzog. Er ist im Nasjonalmuseet in Oslo mit vier seiner Landschaften vertreten. Er starb am 30. Juli 1920 im Alter von 48 Jahren und hinterließ ein Werk, das sich im letzten Vierteljahrhundert seines Lebens konzentrierte.

Auf dem nordischen Auktionsmarkt erscheinen Hennigs Gemälde hauptsächlich über norwegische Auktionshäuser. Auf Auctionist sind 13 Werke katalogisiert, die alle über Grev Wedels Plass Auksjoner und Nyborgs Auksjoner abgewickelt wurden. Das Spitzenergebnis in unserer Datenbank sind 32.000 NOK für 'Fra Nevlunghavn, aftensol' (1909), gefolgt von 31.000 NOK für 'I Nordmarka etter snefall'. Herbst- und Winterlandschaften dominieren das Angebot, was mit den stimmungsgetriebenen Naturmotiven übereinstimmt, die sein Schaffen definieren.

Bewegungen

Neo-RomanticismSymbolism

Medien

Oil on canvas

Bemerkenswerte Werke

Fra Nevlunghavn, aftensol1909oil on canvas
I Nordmarka etter snefalloil on canvas
Høstlandskap1916oil on canvas
The Sourceoil on canvas

Auszeichnungen

Bronze Medal, World Exhibition Paris1900
Silver Medal, Panama-Pacific Exhibition San Francisco1915

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