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Oscar Hullgren

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Oscar Hullgren wuchs in Pataholm auf, einem kleinen Küstendorf in der Grafschaft Kalmar, wo sein Vater ein Holzexportgeschäft betrieb. Die Nähe zum Meer prägte, was zu einer lebenslangen künstlerischen Beschäftigung werden sollte. Er studierte an der Königlichen Akademie der Schönen Künste in Stockholm und reiste dann nach England, um sich weiterzubilden – eine Erfahrung, die ihn mit der maritimen Tradition von Constable und Turner in Kontakt brachte, obwohl Hullgren seine eigene Stimme entwickeln würde, eine, die Drama und Atmosphäre über das Topographische stellte.

Seine Karriere führte ihn weit weg von der schwedischen Küste. Er reiste ausgiebig durch das Mittelmeer, malte an den Küsten Portugals, Italiens und Siziliens und dokumentierte die Lichtverhältnisse von Collioure und Port-Vendres in Südfrankreich. Im Norden zog es ihn auf die Insel Bornholm und den kleinen felsigen Außenposten Christiansø, wo er zur Gründung einer Malerkolonie beitrug, die Künstler wie Karl Isaksson und Edvard Weie anzog. Die Kolonie wurde zu einem produktiven Treffpunkt für die nordische Moderne und die Plein-Air-Praxis im frühen zwanzigsten Jahrhundert.

Was Hullgrens Marinemalerei auszeichnet, ist eine bewusste Verlagerung des Themas: Das Meer selbst, anstatt Schiffe darauf, ist der Protagonist. Schiffe erscheinen nur als Staffage, als nebensächliche Elemente, die den Wellen, brechenden Wellen und Gischt eine Skala verleihen. Seine Handhabung des Wassers, insbesondere der Lichtbrechung durch bewegte Oberflächen und der grau-grünen Turbulenz der Nordmeere, entwickelte sich ab den 1890er Jahren unter dem Einfluss des Impressionismus mit zunehmender Freiheit, ohne die strukturelle Klarheit des späten neunzehnten Jahrhunderts des Realismus vollständig aufzugeben.

Hullgrens Wurzeln in der Grafschaft Kalmar blieben sein Leben lang wichtig. Er kehrte regelmäßig nach Pataholm zurück, und sein Elternhaus dort wurde später in ein kleines Museum umgewandelt, das sein Atelier beherbergt – weitgehend so, wie es bei seinem Tod im Jahr 1948 hinterlassen wurde – zusammen mit einer beträchtlichen Sammlung seiner Werke und vorbereitenden Zeichnungen. Seine primäre institutionelle Heimat ist das Kalmar Konstmuseum, das durch von ihm selbst gemachte Schenkungen einen bedeutenden Teil seiner Produktion beherbergt. Das Nationalmuseum in Stockholm besitzt sieben Skizzenbücher, eine Sammlung von Zeichnungen und eine Reihe von fertigen Werken. 1932 reichte er ein Gemälde mit dem Titel „Fiskeläge“ (Fischerdorf) beim Kunstwettbewerb der Olympischen Sommerspiele in Los Angeles ein.

Hullgren starb am 27. April 1948. Seine Auktionspräsenz konzentriert sich auf Süd- und Ostschweden, wobei Werke regelmäßig bei Kalmar Auktionsverk, Stockholms Auktionsverk und Bukowskis erscheinen. Motive von Ischia, Sizilien, Bornholm und der schwedischen Westküste stoßen weiterhin auf Sammlerinteresse.

Bewegungen

RealismImpressionism

Medien

Oil on canvas

Bemerkenswerte Werke

Fiskeläge1932oil on canvas
View towards Mount Etna - scene from Sicilyoil on canvas
Motiv från Ischiaoil

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