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Olle Hjortzberg

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Gustaf Olof (Olle) Hjortzberg wurde am 14. November 1872 in Stockholm geboren und wuchs in Linköping auf, wo sein Vater, ein versierter Aquarellist, ihn in die Malerei einführte. Ab 1892 studierte er an der Königlichen Schwedischen Kunstakademie in Stockholm und wurde schließlich einer der angesehensten Alumni der Institution und später eine ihrer führenden Persönlichkeiten.

Nach seiner Heirat im Jahr 1898 reiste Hjortzberg ausgiebig durch Frankreich und Italien und verbrachte längere Zeit in Florenz, Perugia und London. Sein Studium byzantinischer Mosaiken, frühitalienischer Freskenmalerei und assyrischer Reliefarbeiten prägte eine monumentale dekorative Sprache, die er nach Schweden zurückbrachte und vor allem auf die Sakralarchitektur anwandte. Ab 1905 widmete er den größten Teil seiner Energie der christlichen Kunst, beginnend mit Glasmalereien für Stockholms Katarina-Kirche und Deckenmalereien für die Klara-Kirche. 1913 vollendete er die Ausgestaltung der Uppenbarelsekyrkan in Saltsjöbaden mit farbenprächtigen figürlichen Szenen und begann etwa zur gleichen Zeit seinen gefeierten Zyklus in der Engelbrektskyrkan in Stockholm. In den folgenden Jahrzehnten fügte er Wandmalereien für die Matteus-Kirche (1946), die Alby kyrka in Ångermanland, ein Triptychon für die Blumenwaldkirche in Värmland und Glasmalereien für die Kirchen von Sundbyberg und Sofia hinzu, unter anderem.

Neben sakralen Aufträgen war Hjortzberg ein produktiver Illustrator und Grafikdesigner. Er steuerte Illustrationen zur Gustav-V.-Bibel (erschienen 1925) bei, einem Projekt, das ihn viele Jahre beschäftigte, und entwarf Briefmarken mit dem Porträt von König Gustaf V. Sein international anerkanntestes grafisches Werk ist das offizielle Plakat für die Olympischen Spiele 1912 in Stockholm, das einen von der Antike inspirierten Umzug von Fahnen tragenden Athleten zeigt. Das Bild löste in mehreren Ländern wegen seiner Nacktdarstellungen Kontroversen aus, wurde aber zu einem der meistvervielfältigten Olympia-Plakate der Geschichte.

Hjortzberg lehrte von 1911 bis 1937 an der Kunstakademie und war bis 1941 deren Direktor, wodurch er Generationen schwedischer Maler prägte. In seiner Atelierpraxis schuf er auch eine beträchtliche Anzahl von Öl- und Aquarell-Stillleben, insbesondere Rosen und gemischte Gartenblumen, die bei Sammlern beliebt geblieben sind.

Auf Auktionen deckt Hjortzbergs Werk eine breite Preisspanne ab. Kirchenbezogene Werke und große figürliche Kompositionen erscheinen selten und können beträchtliche Summen erzielen, während seine Blumenstillleben regelmäßig bei schwedischen Auktionshäusern gehandelt werden, wobei Spitzenresultate 140.000 SEK übersteigen. Das Olympia-Plakat von 1912 erzielt sowohl auf dem Kunstmarkt als auch auf dem Markt für Sportmemorabilien einen starken Sammleraufschlag.

Bewegungen

SymbolismByzantine RevivalJugendstil

Medien

Oil on canvasOil on MasoniteWatercolorFrescoStained glassLithography

Bemerkenswerte Werke

Official Poster for the 1912 Stockholm Olympic Games1911Lithograph
Church decorations, Engelbrektskyrkan1913Fresco and mural
Decorations, Uppenbarelsekyrkan, Saltsjöbaden1913Mural
MidsommarblomsterOil on canvas
Illustrations for the Gustav V Bible1925Illustration

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