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KünstlerSwedish

Olle Carlström

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Die Schäreninsel Väddö, nordöstlich von Stockholm, ist nicht gerade ein Ort, der üblicherweise international ausstellende Maler hervorbringt. Johan Olof Carlström, der dort am 23. Oktober 1920 geboren wurde, wurde trotzdem einer. Er bildete sich zunächst an der Tekniska skolan und der Académie Libre in Stockholm aus, Institutionen, die ihm eine solide technische Grundlage vermittelten, bevor er nach Paris ging, um an der Académie de la Grande Chaumière und direkt bei André Lhote zu studieren, dem kubistischen Maler und Theoretiker, dessen Lehre in den Nachkriegsjahren eine Generation internationaler Künstler prägte. Carlström verbrachte fünf Jahre auf Studienreisen durch Europa und Nordafrika, wo er das Licht und die kompositorischen Traditionen verschiedener Malereikulturen aufnahm, bevor er diese Einflüsse nach Schweden zurückbrachte.

Lhotes Einfluss ist in Carlströms Umgang mit Flächen und Struktur erkennbar, obwohl sich Carlström im Laufe seiner Karriere von strenger kubistischer Geometrie hin zur Abstraktion entwickelte. Seine Gemälde und Papierarbeiten spielen mit der Grenze zwischen Gegenständlichkeit und reiner Form: Landschaften, Häfen und Kompositionen lösen sich in Farb- und Gestenarrangements auf, ohne die Welt, aus der sie stammen, gänzlich aufzugeben. Titel wie 'Älvlandskap' (Flusslandschaft), 'Ljusets vandring i landskapet' (Lichtwanderung in der Landschaft) und 'Komposition i rött, grått och svart' (Komposition in Rot, Grau und Schwarz) zeichnen dieses Kontinuum von der beobachteten Natur hin zur vollständig abstrakten Aussage nach.

Anfang der 1950er Jahre stellte Carlström international aus. 1954 nahm er an der Ausstellung 'The London Group' in der Burlington Gallery teil. 1958 brachte eine Gruppenausstellung in der Galerie Salle Balzac in Paris nordische zeitgenössische Maler unter dem Titel 'La Peinture Nordique Contemporaine' zusammen. 1961 gingen zwei weitere Ausstellungen mit seinen Werken auf Reisen: 'Romantik i atomäldern' (Romantik im Atomzeitalter) und die Wanderausstellung 'Ung svensk konst' (Junge schwedische Kunst) in Finnland. Ein großes Wandgemälde für die Ljusne Central Library, das 1956 fertiggestellt wurde, bestätigte seinen Ruf als Maler, dem öffentliche Aufträge anvertraut wurden.

Seine Werke gelangten in bedeutende ständige Sammlungen: das Moderna Museet in Stockholm, das Örebro länsmuseum, das Sundsvalls museum, das Umeå museum, das Eskilstuna konstmuseum und die Sammlung von König Gustav VI. Adolf. Die Bandbreite dieser Institutionen, von der Hauptstadt bis zu Regionalmuseen in Mittel- und Nordschweden, spiegelt eher eine durchgängige Ernsthaftigkeit seines Schaffens wider als eine einzelne, konzentrierte Phase der Anerkennung. Er arbeitete auch in der Druckgrafik, und signierte Farblithografien erschienen neben Ölgemälden in seiner Auktionshistorie.

Carlström starb 2006 (einige Quellen geben Anfang 2007 in Stockholm an). Auf dem nordischen Kunstmarkt erscheinen seine Werke bei regionalen Auktionshäusern in ganz Schweden, wobei die Plattform Auctionist 13 Lose mit Öl auf Leinwand, Öl auf Platte, Aquarell, Lithografien und Mixed Media anbietet. Werke aus seiner früheren abstrakten Periode, wie 'Komposition i rött, grått och svart' von 1954 und Ölgemälde aus dem Jahr 1958, sind neben späteren Drucken aus den 1970er und 1980er Jahren aufgetaucht. Die Zuschlagspreise in den Auctionist-Daten reichen bis zu 1.000 SEK, wobei Häuser wie Karlstad Hammarö Auktionsverk, Stockholms Auktionsverk und Bukowskis Stockholm seine Werke gehandelt haben.

Bewegungen

Post-war abstractionNordic modernismCubism-influenced figuration

Medien

Oil on canvasOil on panelWatercolorLithographyMixed mediaGouache

Bemerkenswerte Werke

Komposition i rött, grått och svart1954Oil
Wall mural, Ljusne Central Library1956Mural
Sista ljuset1978Color lithograph
Gryning1978Print
Ljusets vandring i landskapetOil on canvas

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