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Olle Bonniér
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Olle Bonniér wurde am 1. Januar 1925 in Los Angeles geboren, als Sohn einer schwedischen Mutter, die ihn 1930 nach Schweden zurückbrachte. Dieser transatlantische Anfang – kalifornisches Licht, gefiltert durch eine schwedische Erziehung – erwies sich als seltsam passend für einen Künstler, der seine gesamte Karriere zwischen festen Prinzipien und sensorischer Offenheit verbrachte. Mit vierzehn Jahren beschloss er, Maler zu werden. Bis 1941 schrieb er sich an der Tekniska högskolan in Stockholm (heute Konstfack) ein und fand bald seinen ersten Mentor, den Maler Gustaf Fjaestad, den er in Värmland traf. Später studierte er bei Isaac Grünewald und schloss seine formale Ausbildung 1945 ab, woraufhin er ein Atelier in der Villa von Georg Pauli in Storängen bezog.
Sein öffentliches Debüt gab er 1947 auf der Ausstellung 'Ung konst' (Junge Kunst) in der Galleri Färg och Form in Stockholm, einer Gruppenausstellung, die die konkrete Kunst als Bewegung in Schweden effektiv ins Leben rief. Die Künstler, die in diesem Jahr ausstellten – Lennart Rodhe, Pierre Olofsson, Randi Fisher und Bonniér unter ihnen – wurden von der Presse schnell als '1947 års män' (Männer des Jahres 1947) bezeichnet, und die Ausstellung gilt heute als der wichtigste Katalysator für den schwedischen Konkretismus. Bonniérs frühe Arbeiten folgten den geometrischen Prinzipien von Paul Klee und dem internationalen Konkretismus, aufgebaut aus strengen Konstruktionen und einer asketischen Farbpalette. Doch er löste sich bereits von der Orthodoxie der Gruppe. Bis 1949 rückte die Musik in den Mittelpunkt seiner Praxis und zog ihn zu etwas Lockerem und weniger Programmatischem hin.
In den 1950er Jahren öffnete sich seine Malerei zu freieren nicht-gegenständlichen Formen, tieferer Farbe und einer Qualität, die Kritiker als schamanistisch beschrieben – als ob das Werk versuchen würde, über seine eigenen Ränder hinaus in Klang oder Atmosphäre zu reichen. Dies war für Bonniér keine Metapher; er interessierte sich aufrichtig für Synästhesie und die Idee, dass gemalte Farbe akustisches Gewicht tragen könnte. Er arbeitete mit Physikern und Komponisten zusammen, und 1965 schuf er den Experimentalfilm 'Tesevs', der auf Nervensignalen basierte, die im Karolinska Universitätskrankenhaus in Bilder umgewandelt wurden. Der Film wurde von dem Physiker und Weltraumforscher Hannes Alfvén für die Multimedia-Produktion 'Minos Palats' in Auftrag gegeben, die bei der Eröffnung des Europäischen Instituts für Weltraumforschung 1966 inszeniert und später 1967 im Moderna Museet in Stockholm aufgeführt wurde. Bonniér nahm auch Musik auf und veröffentlichte sie, und sein Archiv bei Filmform ist ein ungewöhnliches Dokument eines Malers, der sich weigerte, bei einem Medium zu bleiben.
Öffentliche Aufträge begleiteten seine gesamte Karriere: Textildesigns für das 1954 gestartete Projekt 'Singerad Textil', ein Vorhangdetail für das Seminar in Lycksele und die monumentale Außeninstallation 'Healing the Earth' (1983-93) in Lund, die den Titel der großen Retrospektive im Norrköpings Konstmuseum im Jahr 2025 – dem hundertsten Geburtsjahr – zusammen mit parallelen Ausstellungen im Nationalmuseum, Moderna Museet, Göteborgs Konstmuseum und Kalmar Konstmuseum gab. Seine Werke wurden in die ständigen Sammlungen des Centre Pompidou in Paris (einschließlich des Werks 'Final' von 1959) und des Art Institute of Chicago aufgenommen. Er starb am 7. März 2016 im Alter von 91 Jahren in Stockholm, nach einer über siebzigjährigen Karriere.
Auf dem schwedischen Auktionsmarkt zirkulieren Bonniérs Drucke und Gemälde regelmäßig bei den großen Auktionshäusern. Auctionist verfolgt derzeit 40 Objekte an Orten wie Stockholms Auktionsverk, Metropol, Karlstad Hammarö Auktionsverk und Bukowskis. Zu den Top-Verkäufen in der Datenbank gehören das frühe Werk 'Början till block I, 1949-51' für 15.000 SEK und 'Balam' für 5.500 SEK. Lithografien wie 'Energiladdning' aus dem Jahr 1948 wurden ebenfalls international verkauft. Seine Drucke erscheinen am häufigsten in den Kategorien Kunst und Gemälde, wobei Drucke & Radierungen ein bedeutendes Segment bilden – was die zentrale Rolle widerspiegelt, die die Druckgrafik in seiner multidisziplinären Praxis spielte.