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KünstlerNorwegian

Ole Mæhle

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Ole Mæhle wurde am 25. Dezember 1904 in Namsos geboren, und sein künstlerisches Leben erstreckte sich über den größten Teil des 20. Jahrhunderts bis zu seinem Tod in Lillehammer am 22. April 1990. Seine frühe Ausbildung war streng und international ausgerichtet: Er studierte 1924-25 bei Axel Revold, reiste dann nach Paris, um von 1927 bis 1928 mit Per Krohg zu arbeiten, und knüpfte an eine Tradition an, die den norwegischen Modernismus mit der französischen postimpressionistischen Praxis verband. Er absolvierte auch die Statens Kunstakademi in Oslo. Sein öffentliches Debüt gab er 1926 auf der Ausstellung „De 7 unge“ im Kunstnerforbundet, was von Anfang an seine Zugehörigkeit zu einer Generation norwegischer Maler signalisierte, die entschlossen waren, über akademische Konventionen hinauszugehen.

1932 ließ sich Mæhle in Lillehammer nieder und schloss sich einer Künstlergemeinschaft an, die sich dort seit der Jahrhundertwende bildete. Die Stadt und ihre Umgebung boten ihm bleibende Motive: Landschaften, Straßenszenen und häusliche Interieurs, dargestellt in Öl, Aquarell und Gouache. Ein besonderes Merkmal seiner Lillehammer-Arbeiten ab den 1930er Jahren ist sein Licht – sonnendurchflutete Leinwände, in denen sich die Farbe mit Wetter und Jahreszeit verschiebt. Er räumte den Einfluss von Thorvald Erichsen ein, dessen Besuche in Lillehammer Mitte der 1930er Jahre seine Empfindlichkeit für tonale Veränderungen schärften. Mæhle beschrieb seine eigene Position schlicht: ein Naturalist oder, wie er es selbst ausdrückte, ein verspäteter Impressionist.

Reisen vertieften seine Palette weiter. Mitte der 1950er Jahre reiste er nach Griechenland und Kreta, und die Intensität des mediterranen Lichts hinterließ deutliche Spuren in den Werken, die er zurückbrachte. Die Gemälde dieser Reise wurden 1959 im Kunstnerforbundet ausgestellt und zeigten ein wärmeres, gesättigteres Register als seine norwegischen Landschaften. Parallel zu seiner Malerei war Mæhle von 1948 bis 1969 als Kunstkritiker für die Osloer Zeitung Dagbladet tätig, eine Rolle, die ihn zwei Jahrzehnte lang in den Mittelpunkt des norwegischen Kunstdiskurses der Nachkriegszeit stellte. In den 1970er Jahren verschob sich seine formale Sprache hin zu größerer Abstraktion, während das Kerninteresse an Licht und Atmosphäre erhalten blieb.

Seine Werke sind in mehreren öffentlichen Sammlungen vertreten, darunter das Nationalmuseum in Oslo (mit Werken wie „Fiskevær i måneskinn“, 1930, „Svart elv“, 1951, und „Vintersolhverv“, 1951-52), die Trøndelag Kunstgalleri, das Finnische Nationalmuseum in Helsinki und das Staatliche Kunstmuseum in Kopenhagen sowie in der eigenen städtischen Sammlung von Lillehammer. Eine Dauerausstellung mit 28 seiner Gemälde, gestiftet von seiner Enkelin Therese Mæhle, wurde 2019 im Club Noruego Costa Blanca in Spanien eröffnet.

Auf Auktionen werden Mähles Werke über norwegische Häuser angeboten. Auf der Plattform Auctionist sind alle 12 verzeichneten Lose durch Grev Wedels Plass Auksjoner in Oslo gegangen. Das stärkste Ergebnis in dieser Gruppe ist „Kvinne ved vindu 1962-63“, das 18.500 NOK erzielte, gefolgt von „Pinse“ mit 12.500 NOK und „Vårkveld i hagen 1940“ mit 12.000 NOK. Die Preisspanne spiegelt einen Markt wider, der seine lichtdurchfluteten Interieurs und Frühlingslandschaften schätzt, wobei Werke aus seiner reifen Lillehammer-Periode das konstanteste Interesse auf sich ziehen.

Bewegungen

Norwegian ModernismPost-ImpressionismNaturalism

Medien

Oil paintingWatercolorGouache

Bemerkenswerte Werke

Fiskevær i måneskinn1930Oil on canvas
Svart elv1951Oil on canvas
Vintersolhverv1951Oil on canvas
Kvinne ved vindu1962Oil on canvas

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