
KünstlerFinnish
Olavi Laine
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Olavi Einar Laine wurde am 20. Dezember 1922 in Oulu, im Norden Finnlands, geboren. Seine Einführung in die Kunst war informell und früh: Er besuchte 1940 die Oulu Freie Kunstschule, während der Jahre des Winter- und Fortsetzungskrieges, als das kulturelle Leben Finnlands auf allen Ebenen gestört wurde. Seine ersten Ausstellungen fanden 1947 in Mikkeli statt, aber die Anerkennung kam langsam und Stipendienanträge wurden immer wieder abgelehnt. Frustriert traf Laine 1952 eine entscheidende Entscheidung – er verkaufte seinen Besitz und nahm seine Familie mit nach Nizza.
Der Süden Frankreichs öffnete etwas in ihm. Er studierte von 1952 bis 1953 an der Ecole Nationale d'Arts Decoratifs de Nice und kehrte später für weitere Studien von 1962 bis 1963 an die Ecole Municipale de Dessin zurück. Das mediterrane Licht, die Kalksteinfassaden, die Hafenszenen – all das floss in ein Werk ein, das wärmer und expansiver war als die Malerei vieler seiner finnischen Zeitgenossen. Nizza und Chartres wurden zu wiederkehrenden Motiven, neben dem schwedischen Schärengarten: Laine besuchte Lökholmen und die Koster-Inseln häufig und malte ihre Fischerhäfen mit gleichem Engagement.
Zurück in Finnland arbeitete er weiterhin von einer Sommerresidenz namens Maalarmaki in Juva aus und malte die lokale Landschaft durch die Jahreszeiten. Stillleben mit Blumen tauchen ebenfalls während seiner gesamten Karriere auf, basierend auf sorgfältiger Beobachtung, aber niemals rein dekorativ. Laine beschrieb sich selbst einfach als "olen vain maalari" – ich bin nur ein Maler – und die Bescheidenheit dieser Aussage spiegelt eine Praxis wider, die auf Sehen statt auf Theoretisieren basiert. Er war Mitglied des Finnischen Künstlerverbandes und stellte ausgiebig in finnischen Galerien aus.
Laine starb am 15. Dezember 1983 in Helsinki. Eine Retrospektive im Museum von Riihimäki griff seine Karriere unter derselben Selbstbeschreibung wieder auf. Auf dem nordischen Auktionsmarkt zirkulieren seine Werke hauptsächlich über finnische Häuser: Hagelstam verzeichnet die große Mehrheit seiner Auktionsauftritte, mit zusätzlichen Losen bei Bukowskis Helsinki und Stockholms Auktionsverk Helsinki. Sein höchster verzeichneter Verkauf in der Auctionist-Datenbank beträgt 3.096 EUR für ein Blumenstillleben (Blomsterstilleben), wobei Landschaften ebenfalls zu niedrigeren Preispunkten erscheinen.