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Ola Billgren

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Ola Billgren wurde am 5. Januar 1940 in Kopenhagen als Sohn der Künstler Hans und Grete Billgren geboren und wuchs in Loderup in der flachen Agrarlandschaft Skånes auf. Er erhielt keine formale Kunstausbildung, sondern lernte von seinen Eltern und durch die intensive Auseinandersetzung mit der europäischen und amerikanischen Kunst der Nachkriegszeit. Seinen öffentlichen Einstand gab er 1966 in der Galleri Karlsson in Stockholm und entwickelte sich schnell zu einer der analytischer denkenden Figuren der schwedischen Malerei.

In seinen frühen Arbeiten orientierte sich Billgren am Neuen Realismus und Fotorealismus und schuf großformatige Gemälde, die auf fotografischen Vorlagen basierten. Der Fotorealismus war für ihn jedoch kein Selbstzweck. Indem er abstrakte oder dissonante Elemente in scheinbar gegenständliche Bilder einführte, stellte er die Frage, inwieweit ein Gemälde überhaupt auf die Welt verweisen kann.

Mitte der 1970er Jahre wandte sich sein Werk der Landschaft zu, insbesondere den abgeernteten Getreidefeldern und niedrigen Horizonten Skånes. Diese Gemälde scheinen oberflächlich betrachtet der Tradition der romantischen Landschaftsmalerei zu folgen, arbeiten jedoch von innen heraus dagegen. Die bildnerischen Konventionen werden nur eingesetzt, um sie wieder aufzulösen, das Licht ist zu gleichmäßig, der Raum zu komprimiert, die Präsenz zu gedämpft. Seine Verbindung zu Malmö, wo er lebte und 2001 starb, war nicht nur geografisch: Er entwarf Bühnenbilder und Szenografien für das Malmö Stadttheater, darunter Produktionen von Samuel Beckett und Marguerite Duras.

In den 1990er Jahren vertiefte sich diese Tendenz zu dem, was Kritiker seine Serie der unterdrückten Figuration nannten, Leinwände, die von einem warmen roten Feld dominiert wurden, aus dem sich Formen hervorarbeiten, ohne sich vollständig zu entfalten. Eine große Retrospektive im Rooseum in Malmö und im Moderna Museet in Stockholm im Jahr 1991 festigte seine Position. Seine Werke wurden in Sammlungen des Centre Pompidou und des Moderna Museet aufgenommen. 1997 erhielt er die Prinz Eugen Medaille.

Auf dem Kunstmarkt konzentriert sich Billgrens Markt auf Malmö, wobei Bukowskis Malmö und Crafoord Auktioner zusammen über 30 der 96 Lose ausmachen. Der höchste verzeichnete Verkauf, eine Getreidefeld-Leinwand aus dem Jahr 1989 mit dem Titel Sadesfält, erzielte 91.000 SEK. Zeichnungen und Papierarbeiten werden zu einem Bruchteil dieses Niveaus gehandelt und stellen somit einen zugänglichen Einstieg dar.

Bewegungen

New RealismPhotorealismConceptual Art

Medien

PaintingPrintmakingDrawingPhotographyScenography

Bemerkenswerte Werke

Sädesfält1989Painting

Auszeichnungen

Prince Eugen Medal1997

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