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Nisse Zetterberg
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An der U-Bahn-Station Rinkeby in Stockholm steigen Fahrgäste in eine rostrote Höhle hinab, die mit glänzenden Goldmosaiken ausgekleidet ist, die Artefakte aus der Wikingerzeit darstellen, die aus der Umgebung ausgegraben wurden. Nisse Zetterberg entwarf und führte diese Mosaike zusammen mit zwei Kollegen aus, und sie wurden 1975 eingeweiht. Das Projekt ist ein Beispiel für eine Karriere, die sich gleichermaßen auf intime Atelierarbeit und großflächige öffentliche Dekoration stützt – eine für seine Generation schwedischer Maler ungewöhnliche Kombination.
Geboren als Nils Harald Zetterberg am 21. November 1910 in Stockholm, stammte er aus einer Künstlerfamilie: Sein Vater, Albert Zetterberg, gab ihm zwischen 1925 und 1929 seine erste formale Ausbildung, und sein Bruder Olle wurde Architekt. Anschließend studierte er von 1929 bis 1933 am Königlichen Kunstinstitut in Stockholm unter Albert Engström, Olle Hjortzberg und Birger Simonsson. 1930 wurde ihm die Medaille des Kanzlers und 1933 die königliche Medaille verliehen – die beiden höchsten Auszeichnungen für Studenten der Akademie.
Seine Gemälde umfassen Porträts, Akte, Landschaften und Stillleben, und er arbeitete in Öl, Aquarell und einer Vielzahl grafischer Techniken, darunter Radierung und Lithografie. Seine Drucke, von denen viele in Auflagen von 200 bis 360 Exemplaren hergestellt wurden, zeigen die gleiche disziplinierte Aufmerksamkeit für die Komposition, die seine Gemälde kennzeichnet – Motive wie Blumen, Obst, Hafenansichten und Stockholmer Stadtlandschaften, die mit ruhiger Autorität wiedergegeben werden. Eine Ansicht von Södermalm wurde 2013 bei Bukowskis für umgerechnet rund 5.400 USD verkauft, das höchste verzeichnete Auktionsergebnis für sein Werk.
Einen großen Teil seiner späteren Karriere lehrte Zetterberg an der Konstfack, Schwedens nationaler Kunst- und Designuniversität, wo er die Position des Leiters für Wandmalerei innehatte. Er vermittelte Generationen von Studenten eine Tradition, die die dekorativen Künste mit monumentaler Malerei verband – Fähigkeiten, die er durch seine eigenen öffentlichen Aufträge verfeinert hatte. Er starb am 24. Februar 1986 in Stockholm.
Seine Werke befinden sich im Nationalmuseum, Moderna Museet, im Nordischen Museum, im Kunstmuseum Kalmar und in der Sammlung von König Gustav VI. Adolf. Auf dem schwedischen Auktionsmarkt ist er am häufigsten bei Metropol und Halmstads Auktionskammare vertreten, wobei Gemälde und Farblithografien den Großteil seiner 23 indizierten Lose auf Auctionist ausmachen. Die Preise sind zugänglich, wobei Ölgemälde aus den 1950er Jahren typischerweise im niedrigen bis mittleren Tausenderbereich der Kronen gehandelt werden.