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Nanna Ditzel

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Nanna Ditzel wurde am 6. Oktober 1923 in Kopenhagen geboren und absolvierte zunächst eine Ausbildung zur Tischlerin, bevor sie an der Dänischen Designschule und der Königlich Dänischen Kunstakademie unter Kaare Klint Möbelarchitektur studierte. Sie schloss ihr Studium 1946 ab und heiratete im selben Jahr den Architekten Jørgen Ditzel, mit dem sie bis zu dessen Tod 1961 ein gemeinsames Studio leitete.

Die Partnerschaft brachte einige der bekanntesten Objekte der skandinavischen Designgeschichte hervor. 1954 entwarf das Paar einen Hochstuhl, der später in den Dänischen Kulturkanon aufgenommen wurde. Ab den frühen 1950er Jahren entwarfen sie Silberschmuck für Georg Jensen, wobei Nanna die erste Frau war, die für das Haus entwarf. Ihre Stücke basierten auf Asymmetrie und organischer Krümmung, um Silber eher als Ergänzung zum menschlichen Körper zu gestalten, anstatt es davon abzugrenzen. Auf der Mailänder Triennale gewannen sie 1951, 1954 und 1957 Silbermedaillen, gefolgt von einer Goldmedaille im Jahr 1960. 1956 erhielten sie den Lunning-Preis.

Nach Jørgens Tod arbeitete Ditzel allein weiter und entwarf den stapelbaren Hocker und Tisch Toadstool für Kinder und erweiterte ihre Praxis auf Textilien. Der von ihr 1959 produzierte Korbsessel Hanging Chair wurde zu einem der meistfotografierten Objekte der 1960er Jahre. 1968 zog sie mit ihrem zweiten Ehemann Kurt Heide nach London und gründete Nanna Ditzel Productions Ltd. Dort entwarf sie den Polsterstoff Hallingdal für Kvadrat, der zum meistverkauften Möbeltextil der Welt wurde. Nach Heides Tod 1986 kehrte sie nach Kopenhagen zurück und setzte ihre Designarbeit fort. Der 1993 mit Fredericia auf den Markt gebrachte Trinidad-Stuhl machte ihre Arbeit einer neuen Generation bekannt und ist weiterhin in kontinuierlicher Produktion.

Auf Auktionen erzielen Ditzels Möbel durchweg eine starke Nachfrage in Skandinavien und international. Frühe Stücke von Søren Willadsen, Schmuck von Georg Jensen und Schreibtischdesigns erzielen regelmäßig gute Ergebnisse bei dänischen und schwedischen Auktionshäusern. Die Breite ihres Schaffens, von Schreinerei über Silber bis hin zu Stoffen, bedeutet, dass Sammler ihre Arbeit aus mehreren Sammelkategorien heraus betrachten, was stabile Preise unter verschiedenen Marktbedingungen unterstützt.

Bewegungen

Scandinavian ModernismDanish ModernOrganic Design

Medien

FurnitureJewelryTextilesSilver

Bemerkenswerte Werke

Hanging Chair1959Wicker, steel
Trinidad Chair1993Wood, steel
High Chair1954Wood
Hallingdal Fabric1965Woven textile
Georg Jensen Jewelry Collection1954Silver, gold

Auszeichnungen

Silver Medal, Milan Triennale1951
Silver Medal, Milan Triennale1954
Lunning Prize1956
Silver Medal, Milan Triennale1957
Gold Medal, Milan Triennale1960

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