
KünstlerSwedish
Mea Lindeberg
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Mea Lindeberg wurde am 3. Juni 1869 als Rebecka Grenander geboren, Tochter eines Provinzarztes aus der Gegend um Vara in Västergötland. Als junge Frau reiste sie nach Paris, angeblich um Sprachen zu studieren, doch die Erfahrung entfachte den Ehrgeiz, sich ernsthaft der Malerei zu widmen. Zurück in Schweden suchte sie Unterricht bei Professor Axel Jungstedt, der in den 1880er und 1890er Jahren ein angesehenes Lehratelier in Stockholm leitete, und sie bildete sich auch bei Elisabeth Keyser aus, einer Malerin, die in Paris bei Léon Bonnat studiert hatte.
1895 heiratete sie den Stadtbaumeister Herder Lindeberg in Vänersborg, und das Paar zog nach Uddevalla an die Küste von Bohuslän, wo sie den größten Teil ihres Erwachsenenlebens verbringen sollte. Die Erziehung von drei Kindern forderte ihre Zeit, aber sie malte in den frühen Jahrzehnten des zwanzigsten Jahrhunderts weiter. In den 1920er Jahren erweiterte sich ihre Tätigkeit auf eine öffentlichere Rolle: Im Oktober 1924 inserierte sie in Bohusläningen, dass sie Schülerinnen und Schüler in ihrem Uddevalla-Atelier aufnahm, wobei das Schild der Schule den Namen Fru Mea Lindebergs konstnärsskola in der Handschrift ihres Sohnes trug.
Ihre ausdauerndsten Schaffensperioden fielen in die 1920er und 1930er Jahre. Im Jahr 1930 erhielt sie einen bedeutenden Auftrag von der Stadt Uddevalla, offizielle Porträts der führenden Persönlichkeiten der Stadt zu malen – eine Anerkennung ihrer technischen Beherrschung der Porträtmalerei. Neben dieser formellen Arbeit pflegte sie eine Praxis, die in der Naturwelt um Uddevalla und dem Bohuslän-Archipel verwurzelt war. Ihre Eltern waren seit den 1890er Jahren Sommergäste auf der Insel Käringön, und sie kehrte dort über Jahrzehnte hinweg immer wieder zurück, um Küstenszenen zu malen – die felsige Küstenlinie, das wechselnde Licht auf dem Wasser und die Rhythmen einer Fischergemeinschaft. Werke wie "Motiv från Marstrand" (1929), "Limhamn" (1925) und "Gåsö" (datiert 1908) zeigen die Bandbreite ihres Küstenrepertoires. Sie malte auch intimere Motive, darunter Blumenstillleben und Figurenstudien, und arbeitete in Öl auf Leinwand und Tafel, Aquarell, Pastell und Mixed Media.
Mea Lindeberg starb im Mai 1947 in Uddevalla und hinterließ ein Werk, das mit einem bestimmten Abschnitt der schwedischen Westküste verbunden ist. Ihre Gemälde sind auf schwedischen regionalen Auktionshäusern erschienen, hauptsächlich über Auktionshuset Thelin & Johansson, mit weiteren Losen, die von Stockholms Auktionsverk bearbeitet wurden. Die Preise blieben bescheiden und spiegeln ihren Status als regionale Persönlichkeit und nicht als national vermarkteter Name wider, aber ihre Küsten-Aquarelle und Bohuslän-Ölgemälde bieten eine direkte Aufzeichnung der Landschaft, in der sie ein halbes Jahrhundert lang lebte.