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Mats Hådell
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Mats Hådell wurde 1958 in Södermalm in Stockholm geboren und verbrachte einen Großteil seines frühen Erwachsenenlebens fernab der Kunstwelt, wo er als Metzger und Jäger arbeitete. In den Wäldern, wo er auf der schwedischen Landschaft Wild jagte, formten sich die Bilder, die später seine Gemälde prägen sollten, erstmals in seiner Vorstellung. Mitte der 1980er Jahre gab ihm eine längere Krankheitsphase die Zeit und den Raum, diese Bilder auf Leinwand zu bringen, und er blickte nie zurück.
Hådell's Werk lässt sich grob in zwei wiederkehrende Welten einteilen. Die erste ist von Trollen bevölkert – nicht von den furchterregenden Kreaturen der älteren nordischen Folklore, sondern von Wesen, die im Geiste den verspielten, rundgesichtigen Figuren der schwedischen Kinderbuchkultur näher stehen. Wo John Bauer, seine Hauptinspiration, Trolle vor schattige Wälder und düstere Himmel stellte, platzierte Hådell sie im Sonnenschein, gab ihnen Musikinstrumente und ließ sie unter Pilzen lachen. Die Stimmungsänderung war beabsichtigt: Seine Trolle bewohnen eine kindliche Fantasiewelt, in der die Sonne immer scheint und nichts wirklich bedrohlich ist.
Die zweite Welt ist das Stockholmer Schärengebiet. Hådell unternahm häufig Ausflüge zu den Inseln, und seine Öl- und Farblithografien von Küstenszenen strahlen die gleiche Wärme aus wie seine Trollbilder – glitzerndes Wasser, Sommerlicht, Boote vor Anker, Figuren auf Felsen. Titel wie 'Norrskär', 'Blidösund' und 'Västan' markieren spezifische Inselorte im äußeren Schärengebiet östlich der Stadt. Seine Drucke wurden in signierten, nummerierten Auflagen produziert, viele davon mit EA (épreuve d'artiste) gekennzeichnet, die weithin über schwedische Galerien und den Kunsthandel verbreitet wurden.
Über Galerien hinaus fand Hådell's Bildsprache auf eine Weise Eingang in das schwedische Wirtschaftsleben, die nur wenigen autodidaktischen Malern gelingt. Coca-Cola, Falcon Brewery, ICA, die Schwedische Tierschutzgesellschaft und der Schwedische Eishockeyverband nutzten seine Werke und verliehen seiner fröhlichen Bildsprache eine ungewöhnlich breite kulturelle Reichweite.
Hådell starb 2021. Auf dem schwedischen Sekundärmarkt erscheint sein Werk regelmäßig auf regionalen Auktionen im ganzen Land. Auf Auctionet sind 12 seiner Werke versteigert worden, hauptsächlich bei Gomér & Andersson Nyköping, Stadsauktion Sundsvall und Stockholms Auktionsverk. Verzeichnete Ergebnisse umfassen Ölgemälde von Trollen, die 1.200 SEK erzielten, und Farblithografien von Schärenmotiven, die im Bereich von 500–950 SEK verkauft wurden, was seiner Position als warmherzig geschätzter Volkskünstler entspricht, dessen Drucke zugänglich und aktiv gehandelt bleiben.