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Martin Smida
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Martin Smida wurde 1960 in Prag geboren und zog 1974 nach Deutschland, wo er sich schließlich in Wuppertal niederließ und dort seit über vier Jahrzehnten eine konstant aktive Figur in der lokalen Kunstszene ist. Er arbeitet hauptsächlich als Bildhauer und entwickelte einen Ansatz, der sich auf handgefertigte figurative Formen konzentriert, die in kleinen Auflagen oder als Einzelstücke produziert werden – jedes mit geringfügigen Variationen in Oberfläche, Haltung oder Finish, die dem einzelnen Werk seine eigene Identität verleihen.
Sein materielles Vokabular reicht von Harz, Beton, Aluminium bis hin zu gefundenen oder alltäglichen Objekten. Anstatt auf polierte Gleichförmigkeit hinzuarbeiten, baut Smida taktile Unregelmäßigkeiten in jedes Stück ein: Guss- und Gießoberflächen behalten Spuren der Hand, Patinas wechseln zwischen Kopien, und Farbe wird oft nach dem Guss aufgetragen, um den Charakter und nicht das Finish zu betonen. Die Figuren selbst sind eher kompakt und abgerundet – Taucher, Astronauten, Paare, Drillinge, Fische – und tragen Titel, die eine ironische oder sanft absurde Perspektive auf das Alltägliche signalisieren. Werke wie „The Curious Aquanaut“, „Astronaut and Punky Alien“, „Das Ehepaar“ und die wiederkehrende Serie „365 Fiskarna“ (Gemälde auf Papier, die die skulpturalen Arbeiten begleiten) vermitteln einen Eindruck davon, wie konsequent er diesen Weg verfolgt hat.
Seit Mitte der 1980er Jahre stellt Smida regelmäßig in Wuppertal und der umliegenden Ruhrregion aus. Frühe Ausstellungen in der Backstubengalerie Wuppertal begannen 1985 und setzten sich im Laufe der 2000er Jahre fort, neben Auftritten im Forum Junge Künstler in Gladbeck, im Kleinen Kunstkabinett Dortmund, im BBK-Haus Wuppertal und an Orten in Berlin und Bremerhaven. Er hat auch eine dokumentierte Präsenz im öffentlichen Raum Wuppertals: Skulpturen im Botanischen Garten der Stadt verbinden seine Praxis mit Außen- und städtischen Kontexten sowie Galerieräumen.
Auf dem nordischen Auktionsmarkt ist seine Arbeit hauptsächlich über den Düsseldorfer/Neusser Saal von Stockholms Auktionsverk vertreten, der dreizehn der fünfzehn in unserer Datenbank erfassten Lose ausmacht. Das einzige bestätigte Verkaufsstück – eine Betonskulpturengruppe mit dem Titel „The Curious Trio“ aus seinem Atelier – erzielte 1.715 EUR. Die Objekte reichen von figurativen Betongruppen über Harzskulpturen bis hin zu Mixed-Media-Arbeiten auf Papier. Die konsistente Auktionsbeschreibung – „MARTIN SMIDA. HANS ATELJ“ (Hans Atelj ist die in den Listings verwendete Atelierattribution) – deutet darauf hin, dass diese Werke direkt aus dem Atelier des Künstlers und nicht über Galerievermittler auf den Markt gelangen.