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Martin Poser

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Martin Werner Poser wurde am 8. Dezember 1909 in Leipzig als Sohn des Buchbinders Max Poser und Alma Reicholt geboren. Er absolvierte in den 1920er Jahren Ausbildungen an Kunstschulen in Leipzig und Nürnberg und legte technische Grundlagen sowohl in der bildenden Kunst als auch im Handwerk. Bevor er sich dauerhaft niederließ, reiste er in den frühen 1930er Jahren durch Frankreich, die Schweiz, Italien, Bulgarien und die nordischen Länder – Studienreisen, die sein Auge für Licht und Ort prägten und nicht für den Stil an sich.

In der ersten Hälfte der 1930er Jahre kam Poser nach Schweden und machte Göteborg zu seiner Heimat. Die Stadt mit ihrem geschäftigen Hafen, den Straßenbahnlinien und dem Licht der Westküste bot ihm ein Sujet, das eine über sechs Jahrzehnte andauernde Karriere ermöglichte. Ab den späten 1940er Jahren unterhielt er zudem ein Sommeratelier auf Marstrand, der befestigten Insel vor der Küste Bohusläns, und die Kombination aus dem urbanen Göteborg und der offenen Küstenlandschaft definiert den geografischen Rahmen seines Schaffens. Ende der 1970er Jahre zog er in das nahegelegene Lödöse, arbeitete aber bis zu seinem Tod am 8. April 1999 weiterhin im Marstrander Atelier.

Posers Schaffen war für einen Maler seiner Generation ungewöhnlich breit gefächert. Neben Öl- und Aquarellbildern, die Figuren, Porträts und Landschaften darstellten, arbeitete er in Grafik, Keramik und Silberschmiedekunst. Seine öffentlichen Aufträge spiegeln diese Bandbreite wider: Dekoratives Kachelwerk und Wandgemälde für die Kungsholm-Schule und das Folkets hus in Sävedalen zeigen einen Künstler, der sich sowohl mit architektonischen Großprojekten als auch mit der Intimität einer Hafenskizze gleichermaßen wohlfühlte. Er stellte in der Olsen-Kunstgalerie und im GHT-Zentrum in Göteborg aus und zeigte seine Werke auch in Uddevalla und in Nakskov, Dänemark.

Auf dem Auktionsmarkt erscheint Posers Werk regelmäßig bei Göteborgs Auktionshäusern, wobei Göteborgs Auktionsverk den größten Anteil der 24 in der Auctionist-Datenbank erfassten Lose ausmacht. Die Werke reichen von Szenen aus Göteborgs Stadtvierteln wie Redbergsplatsen über Hafenmotive bis hin zu Aquarellen von Slottskogen. Die Preise bei Auktionen haben sich typischerweise im Bereich von 400 bis 1.000 SEK eingependelt, was seinen Status als gut vertretener regionaler Künstler widerspiegelt, dessen Werk für Sammler in der Stadt, die er zu seiner Heimat machte, zugänglich bleibt.

Bewegungen

figurativenaturalism

Medien

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