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Martin Möldener
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Martin Möldener ist ein in Linköping ansässiger Künstler und Schriftsteller, dessen Werk sich frei zwischen Zeichnung, Malerei und Lyrik bewegt. Am bekanntesten ist er für seine Tuschezeichnungen auf Passepartout-Karton, einem Format, das er sich durch Hunderte von Werken, die schwedische idiomatische Ausdrücke in wörtliche visuelle Szenen verwandeln, zu eigen gemacht hat.
Dieses Projekt mit dem Titel „Bokstavligt“ („Wörtlich“) bildet das Rückgrat seines Schaffens. Das Konzept ist einfach: Man nehme eine schwedische Redewendung und zeichne genau das, was die Worte beschreiben, wenn sie wörtlich genommen werden. Rund 500 Originalzeichnungen sind aus dem Projekt hervorgegangen und in zwei Büchern gesammelt worden. Aus diesen produziert Möldener auch großformatige Originale für Ausstellungen und Verkäufe.
Seine Gemälde funktionieren anders. Möldener beschreibt seinen Ansatz als „ryggmärgsmåleri“, Rückenmarks-Malerei, bei der der Instinkt die Oberhand gewinnt. Die Ergebnisse greifen auf van Gogh, Matisse und Sven X:et Erixson zurück, insbesondere bei Stadtansichten.
Das Schreiben verläuft parallel zum visuellen Werk. Er hat sechs Gedichtbände veröffentlicht. Sein Street-Art-Projekt, bei dem er Zeichnungen in Linköping auslegt, die Passanten mit nach Hause nehmen können, wurde von Corren und Sveriges Radio behandelt.
Auf Auktionen erscheint sein Werk fast ausschließlich über Gomér & Andersson in Linköping (103 von 107 Losen). Zeichnungen dominieren (90 Lose), Gemälde machen 17 aus. Die Preise spiegeln einen zugänglichen Markt wider: „Påtår“ erreichte 2.342 SEK; „Horhus“ wurde für 2.000 SEK verkauft.