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Martin Emond
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Martin Vilhelm Jönsson Emond wurde am 21. Oktober 1895 in Tågarp, einem Dorf in der landwirtschaftlich geprägten flachen Landschaft von Schonen, als Sohn eines Fassbinders geboren. Diese ländliche Herkunft floss direkt in die Gemälde ein, die ihn vier Jahrzehnte lang beschäftigten – weite Felder, bedeckte Himmel, Bauernhöfe am Horizont, die unscheinbaren Ecken Südschwedens, die mit ungewöhnlicher emotionaler Schwere wiedergegeben wurden.
Er bildete sich zunächst zum Zeichenlehrer an der Högre konstindustriella skolan in Stockholm aus und erhielt dann die Zulassung zum Königlichen Kunstinstitut (Kungliga Konsthögskolan), wo er bei Olle Hjortzberg studierte. Der entscheidende Einfluss kam in den 1920er Jahren, als ihn Studienreisen nach Deutschland und Österreich mit dem frühen deutschen Expressionismus und vor allem mit dem aufgeladenen figurativen Werk von Oskar Kokoschka in Kontakt brachten. Die Begegnung hinterließ eine bleibende Spur – eine Unruhe in seinen Oberflächen, die Bereitschaft, die Form im Dienste des Gefühls zu verzerren.
Zurück in Schweden debütierte Emond 1922 öffentlich und wurde schnell zu einem der aktivsten Aussteller seiner Generation. Er war Gründungsmitglied der Künstlergruppe Nio Unga (Neun Junge), die sich gegen akademische Konventionen in der schwedischen Malerei der damaligen Zeit wandte, und regelmäßiger Teilnehmer der Ausstellungsgemeinschaft Färg och Form. In den 1930er Jahren schloss er sich der breiteren Schonischen Koalition an, die die Auragruppen bildete, und festigte damit seine Position in der regionalen Avantgarde.
Sein Schaffen war vielfältig. Neben Tafelbildern in Öl und Aquarell schuf er Lithografien – ein Medium, das seinem Interesse an starken Umrissen und Tonkontrasten entgegenkam. Er erhielt auch öffentliche Aufträge: Buntglasfenster für die Brågarps kyrka (installiert während der Restaurierung der Kirche im Jahr 1950) und für die Sankta Maria kyrka in Helsingborg, wo seine Glasarbeiten neben Werken von Ralph Bergholz und Erik Olson zu sehen sind. Werke wie "Glumslöv" (1930) gingen in die Sammlung des Malmö Konstmuseums ein, und seine Gemälde und Arbeiten auf Papier befinden sich im Moderna Museet. Er starb am 28. April 1965 in Landskrona, unweit seines Geburtsortes.
Auf dem Auktionsmarkt wurden Emonds 34 registrierte Lose bei Auctionist überwiegend über Schonische Auktionshäuser verkauft – Skånes Auktionsverk macht fast ein Drittel der Ergebnisse aus, wobei auch Garpenhus Auktioner und Crafoord Auktioner Lund aktiv sind. Der höchste verzeichnete Preis beträgt 5.500 SEK für eine Öl-auf-Tafel-Interiorszene. Seine Ölgemälde übertreffen durchweg seine Drucke und Aquarelle, obwohl alle Formate mit einiger Regelmäßigkeit auf dem regionalen Markt erscheinen.