
KünstlerSwedish
Martin Åberg
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Martin Åberg wuchs in Ljusnarsberg in der Grafschaft Örebro auf, einer kleinen Bergbaugemeinde mit einer Landschaft aus Wäldern und Seen, die seine Weltsicht nachhaltig prägte. Seine erste formale Ausbildung erhielt er in Örebro bei dem Maler Viktor Lindblad, und 1911 wurde er als freier Schüler an Carl Wilhelmsons Malschule in Stockholm aufgenommen – eine zentrale Institution für schwedische Maler seiner Generation. Dort studierte er bis 1917 mit Unterbrechungen, wobei er zwischen 1913 und 1915 einen bedeutenden Abstecher an die Valand Malschule in Göteborg machte.
Reisen prägten seine Entwicklung erheblich. Er verbrachte zwei Jahre in Tirol und arbeitete dort weitgehend eigenständig, unternahm kürzere Malreisen nach Florenz und erhielt 1927 ein Stipendium der Königlichen Kunstakademie, um in Menton an der französischen Riviera zu arbeiten. Ab den frühen 1930er Jahren verbrachten er und seine Familie ihre Sommer zunächst in Arild und dann in Torekov auf der Halbinsel Bjäre in Schonen – Häfen mit tiefen Horizonten, blassem Wasser und sich ständig verändernden Himmeln.
Die Landschaft war für Åberg nie nur ein Motiv: Sie war eine Auseinandersetzung. Er durchquerte Schweden von Nord nach Süd auf der Suche nicht nach malerischen Ansichten, sondern nach Gelände, das seiner Beschreibung einer pantheistischen Beziehung zur natürlichen Welt entsprach. Das Öland alvar – diese flache, windgepeitschte Kalkstein-Ebene im Süden Schwedens – zog ihn wiederholt an, ebenso wie trostlose Küstenabschnitte, wo der Himmel dominierte und menschliche Präsenz zufällig wirkte. Seine Gemälde aus den späten 1930er und frühen 1940er Jahren, von denen mehrere im Werk selbst datiert sind, zeigen eine sichere Beherrschung des atmosphärischen Lichts und die Bereitschaft, Kompositionen frei von Nebensächlichkeiten zu belassen.
Sein Werk fand bereits zu seinen Lebzeiten und kurz nach seinem Tod Eingang in bedeutende schwedische Sammlungen. Das Nationalmuseum und das Moderna Museet in Stockholm beherbergen zusammen mehr als zehn seiner Gemälde. Er ist auch im Göteborgs Konstmuseum, im Prince Eugens Waldemarsudde, im Norrköpings Konstmuseum und im Västerås Konstmuseum vertreten.
Auf Auktionen in Schweden tauchen Åbergs Gemälde heute am häufigsten bei regionalen Auktionshäusern in Örebro, Norrköping und Stockholm auf – Häusern mit starken Wurzeln in den zentralschwedischen Gebieten, die er gut kannte. Werke, die zwischen 1918 und 1943 datiert sind, erscheinen regelmäßig. Auf der Plattform Auctionist ist sein höchster verzeichneter Verkauf ein Ölgemälde auf Leinwand von 1918, das das Stadshuset in Stockholm darstellt und für 11.112 SEK verkauft wurde. Küsten- und Landschaftspanels aus den 1930er und 1940er Jahren werden typischerweise zwischen einigen hundert und einigen tausend SEK gehandelt, was ein bescheidenes, aber beständiges Marktinteresse an einem Maler widerspiegelt, dessen Hauptwerke fest in öffentlichen Sammlungen verwahrt werden.