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KünstlerSwedish

Märta Måås-Fjetterström

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Geboren 1873 in Kimstad, Östergötland, wuchs Märta Måås-Fjetterström als Tochter eines Pfarrers aus einer Kleinstadt auf. Mit siebzehn Jahren verließ sie ihr Elternhaus, um Illustration an der Schule für Kunstgewerbe (heute Konstfack) in Stockholm zu studieren. Nach Abschluss ihrer Ausbildung unterrichtete sie mehrere Jahre an der Technischen Schule in Jönköping und entwickelte gleichzeitig ihre eigenen dekorativen Webarbeiten, die sie erstmals 1900 ausstellte. Zwei Jahre später wurde sie als Webmeisterin zur Kulturhistoriska föreningen in Lund eingeladen, wo sie sich intensiv mit der skanischen Textiltradition auseinandersetzte.

1905 wurde sie zur Leiterin der neu gegründeten Malmöhus läns Hemslöjdsförening in Malmö ernannt. Nach sechs Jahren verließ sie die Organisation aufgrund von Meinungsverschiedenheiten mit dem Vorstand und trat 1913 der Hemslöjd-Webschule in Vittsjö bei, wo sie gemeinsam mit Lilli Zickerman an der Modernisierung traditioneller Hochflorteppichdesigns arbeitete. Diese Jahre des Aufsaugens regionaler Webtraditionen bildeten die Grundlage ihrer reifen künstlerischen Sprache.

1919 eröffnete sie im Alter von 46 Jahren ihr eigenes Webstudio in Båstad. Die Werkstatt entwickelte sich schnell zu einem Zentrum für textilen Innovation. Måås-Fjetterström arbeitete mit verschiedenen Techniken: Flossa (Schlingenteppich), Röllakan (skandinavische Flachgewebe), Halb-Flossa, die Schlingen mit einem Flachgewebeboden kombiniert, und eine charakteristische Technik des diskontinuierlichen Schussgewebes, die einfach als "MMF-Technik" bekannt wurde. Sie glaubte, dass "die Verbindung zwischen Technik und Form niemals unterbrochen werden darf". Ihre Entwürfe schöpften aus schwedischer Volkskunst, persischen Teppichen, ostasiatischen Motiven und der Naturlandschaft Hallands. Sie arbeitete mit Carl Malmsten an Aufträgen für das Schwedische Institut in Rom, das Schloss Ulriksdal und mehrere schwedische Botschaften zusammen.

1924 erhielt sie die Medaille Litteris et Artibus. Ihre ornamentalen Gewebe ernteten Lob auf der Pariser Weltausstellung 1925. Im Laufe ihres Lebens schuf sie 662 handgewebte Werke, darunter so dauerhafte Entwürfe wie "Röda trädgårdsmattan", "Bruna heden", "Hästhagen" und "Ängarna". Ihre Arbeiten wurden in die Sammlungen des Metropolitan Museum of Art, des Victoria and Albert Museum und des Musée des Arts Décoratifs aufgenommen.

Sie starb am 13. April 1941 in Helsingborg. Im folgenden Jahr wurde das Båstad-Studio als AB Märta Måås-Fjetterström unter der künstlerischen Leitung von Barbro Nilsson neu konstituiert, die Marianne Richter und Ann-Mari Forsberg rekrutierte. Die Werkstatt produziert bis heute Textilien nach ihren Originalentwürfen.

Auf dem nordischen Auktionsmarkt sind ihre Werke regelmäßig vertreten, wobei 106 Objekte in schwedischen Auktionshäusern erfasst sind. Ihre Stücke tauchen am häufigsten bei Bukowskis Stockholm, Stockholms Auktionsverk Magasin 5 und Helsingborgs Auktionskammare auf. Zu den Spitzenpreisen gehören der Flossateppich "Steninge" für 120.100 SEK, "Draperi med långbårder" in Röllakan für 45.448 SEK und "IL GRECO" für 40.000 SEK.

Bewegungen

Swedish GraceArts and CraftsScandinavian Modernism

Medien

TextileFlossa (knotted pile)Röllakan (flatweave)Tapestry weaving

Bemerkenswerte Werke

Röda trädgårdsmattan1930textile
Bruna heden1930textile
Steningetextile

Auszeichnungen

Litteris et Artibus1924

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