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KünstlerSwedish

Maria Hillfon

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Maria Alexandra Hillfon (später Hillfon Samuelsson) wurde am 20. August 1945 in Stockholm in eine Familie geboren, die ihre Beziehung zu Materialien und Handwerk von Anfang an prägte. Ihr Vater Gösta Hillfon war Architekt, ihre Mutter Hertha Hillfon eine der bedeutendsten Keramikerinnen Schwedens, und ihr Bruder Curt Hillfon wurde ebenfalls Künstler. Das Aufwachsen in diesem Umfeld bedeutete, dass Kunst kein fernes Streben, sondern eine tägliche Praxis war, die im Haus und Atelier sichtbar war.

Sie studierte von 1965 bis 1971 an der Konstfackskolan und dann an der Konsthögskolan (der Königlichen Kunsthochschule) in Stockholm und erhielt eine gründliche Ausbildung sowohl in der bildenden Kunst als auch in der grafischen Technik. Nach ihrem Abschluss entwickelte sie eine Praxis, die sich über mehrere Disziplinen erstreckt: Lithografie, Siebdruck, Malerei und Textilkunst. Innerhalb dieses Spektrums wurde der grafische Druck zu dem Bereich, in dem sie am konstantesten arbeitete und an den ihr Name am engsten gebunden ist.

Ihre Drucke zeichnen sich durch eine Spannung zwischen zwei unterschiedlichen Registern aus. Auf der einen Seite stehen die Blumenkompositionen und Stillleben – warmfarbige Werke, in denen Mohnblumen, gemischte Blumen und Blumenvasen die Bildebene mit einer intimen, aufmerksamen Qualität füllen. Auf der anderen Seite stehen die Horizontwerke, bei denen breite Farbflächen durch eine einzige horizontale Linie geteilt und bis zur fast abstrakten Reduktion reduziert sind. Diese Paarung zwischen dem Organischen und dem Geometrischen, zwischen dem Üppigen und dem Kargem, durchzieht ihr gesamtes druckgrafisches Schaffen und erscheint auch in ihrer Textilarbeit. Lithografien wie „Stranden“ und „Exotiska växter“ sowie Farbsiebdrucke von Blumenkompositionen wurden in nummerierten Auflagen von kleinen Auflagen von 75 bis größeren Auflagen von 290 oder mehr produziert.

Ihre öffentlichen Aufträge geben einen Eindruck von der Größe, die die Arbeit außerhalb des Druckstudios erreichen kann. Sie entwarf das Chorfenster der Mälarhöjdens Kirche in Stockholm, ein Auftrag, der sowohl eine Beherrschung der Farbe als auch ein Verständnis für architektonisches Licht erforderte. Sie schuf auch Dekorationen für das Restaurant des Nationalmuseums in Stockholm. Darüber hinaus ist ihre Arbeit in Krankenhäusern, Gerichten und Kreisverwaltungsgebäuden in ganz Schweden zu finden. Ausstellungen führten sie in den 1970er und 1980er Jahren zur Konstnärshuset in Stockholm (1992), zur Landskrona Konsthall (2006 „Horisont“-Ausstellung), zum Ystad Konstmuseum und international nach Linz, Brüssel, Mexiko, Kuba und Kanada. Sie erhielt 1994 und 1995 staatliche Arbeitsstipendien und 1992 ein staatliches Reisestipendium für Indien.

Ihre Werke sind in einer Vielzahl von institutionellen Sammlungen vertreten: Nationalmuseum Stockholm, Göteborgs Konstmuseum, Malmö Konstmuseum, Ystad Konstmuseum, Helsingborgs Museum, Sundsvalls Museum, Regionmuseum Kristianstad, Nordenfjeldske Kunstindustrimuseum in Trondheim und mehrere schwedische Kreisverwaltungen. Bei Auctionist wurden 38 Lose verzeichnet, wobei die Mehrheit über südschwedische Häuser wie Garpenhus Auktioner, Höörs Auktionshall, Auktionskammaren Sydost Kalmar und Höganäs Auktionsverk lief. Die Preise auf dem Sekundärmarkt sind bescheiden – das höchste verzeichnete Ergebnis sind 1.000 SEK für eine signierte und nummerierte Lithografie mit dem Titel „Stranden“ –, was typisch für schwedische grafische Multiples dieser Periode und Auflagenhöhe ist, bei denen das Hauptdomizil der Werke stets institutionelle und öffentliche Sammlungen und nicht der Auktionssaal war.

Bewegungen

Swedish Graphic ArtConcrete/Geometric AbstractionLyrical Abstraction

Medien

Colour lithographySerigraphyPaintingTextile artStained glass

Bemerkenswerte Werke

Chancel window, Mälarhöjdens kyrkaStained glass
Decorations, Nationalmuseums RestaurangMixed media
StrandenLithograph
Exotiska växterLithograph

Auszeichnungen

State work stipend (statligt arbetsstipendium)1994
State work stipend (statligt arbetsstipendium)1995
State travel stipend to India1992

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