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Margareta Hennix

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Margareta Hennix wurde am 17. Juli 1941 geboren und absolvierte von 1959 bis 1963 an der Konstfack in Stockholm eine Ausbildung in der Abteilung für Keramik und Glas. Eine ihrer Lehrerinnen war Stig Lindberg, damals auf dem Höhepunkt seines Einflusses bei Gustavsberg und wohl die zentrale Figur der schwedischen Nachkriegskeramik. Die Ausbildung brachte Hennix direkt in eine Tradition, die praktische Produktion neben ästhetischem Anspruch betonte, und die Verbindung zu Lindberg sollte prägend sein: Sie folgte ihm schließlich zu Gustavsberg.

Zuvor verbrachte sie von 1965 bis 1967 zwei Jahre bei der Glashütte Johansfors und sammelte dort ihre erste industrielle Erfahrung im Bereich Glas. 1967 trat sie als Dekorateurin und Designerin in die Porzellanfabrik Gustavsberg ein, eine Rolle, die zwanzig Jahre andauern sollte. Die Periode umfasste einen bedeutenden Abschnitt der schwedischen Designgeschichte: Gustavsberg war in den späten 1960er und den 1970er Jahren immer noch eine der wichtigsten Arenen für funktionale angewandte Kunst in Schweden und produzierte Werke, die sowohl gewöhnliche Haushalte als auch designbewusste Käufer erreichten.

Bei Gustavsberg entwickelte Hennix mehrere Serien, die seitdem mit ihrem Namen verbunden sind. Das Tafelgeschirr Tussilago, Änglafia und die Porzellanserie Aramis repräsentieren ihre Arbeit in der Kernproduktion der Fabrik. Juliana, ein Kaffeeservice, erschien neben Dekorationsstücken, darunter Wandteller und Wandleuchter aus Steingut in glasiertem Steingut. Der formale Wortschatz, innerhalb dessen sie bei Gustavsberg arbeitete, wurde durch das Erbe der Fabrik aus der Mitte des Jahrhunderts geprägt: klare Linien, zurückhaltende Dekoration, Glasuren, die das Material über das Muster stellen.

Nachdem sie Gustavsberg verlassen hatte, wandte sich Hennix entschlossen dem Glas zu. Sie arbeitete von 1990 bis 1992 bei Pukebergs glasbruk und dann von 1993 bis 1996 bei Reijmyre glasbruk, wo sie die Serie Basic entwarf. Die Serie Basic brachte ihr einen Svensk Form-Preis ein und bestätigte ihren Ruf als Designerin, die über verschiedene Materialien hinweg arbeiten konnte, ohne eine konsistente Sensibilität zu verlieren. Reijmyre, eine der ältesten Glashütten Schwedens, verlieh ihrer Arbeit ein anderes Register als das industrielle Porzellan von Gustavsberg: kleinere Auflagen, eine handwerklichere Produktion und Formen, die der besonderen Transparenz und dem Gewicht von Glas entsprachen.

Hennix unternahm auch öffentliche Dekorationsarbeiten und erweiterte ihre Praxis über das Industriedesign hinaus auf angewandte Kunst in architektonischen Kontexten. Eine kurze Zeit bei Guldkrokens kakelugnarfabrik in Hjo im Jahr 1989 ergänzte ihr Materialspektrum um Kaminofendesign.

Auf dem nordischen Auktionsmarkt wird Hennix hauptsächlich für ihre Gustavsberg-Keramik gesammelt, wobei Glas eine sekundäre, aber wachsende Kategorie darstellt. Von insgesamt 75 Losen auf Auctionist sind 47 Keramik und 25 Glas, wobei Crafoord Stockholm 15 Lose, Formstad 6 und Auctionet weitere 6 Lose ausmachen. Die Preise sind bescheiden, aber konstant: Die Kaffeetassen Juliana erzielten 1.406 SEK, Steingut-Wandteller 1.400 SEK und Wandleuchter 1.210 SEK. Ein Los ist derzeit aktiv. Der Markt spiegelt eine Sammlergruppe wider, die sich auf gut erhaltene Alltagsstücke aus ihren Gustavsberg-Jahren konzentriert, wobei signiertes Reijmyre-Glas wachsende Aufmerksamkeit erregt.

Bewegungen

Scandinavian ModernSwedish Applied ArtPostwar Functionalism

Medien

CeramicsPorcelainGlassStoneware

Bemerkenswerte Werke

Tussilago tableware (Gustavsberg)
Juliana coffee service (Gustavsberg)
Änglafia series (Gustavsberg)
Aramis porcelain series (Gustavsberg)
Basic glass series (Reijmyre)

Auszeichnungen

Svensk Form award (for Basic glass series, Reijmyre)

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