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Longines

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Longines wurde 1832 in Saint-Imier, einer kleinen Stadt im Schweizer Jura, gegründet, als Auguste Agassiz sich mit Henri Raiguel und Florian Morel zu einem Uhrenunternehmen zusammenschloss, das damals als Raiguel Jeune und Cie bekannt war. Der endgültige Name des Unternehmens leitet sich von der Lokalität selbst ab: Les Longines, eine Anhöhe mit langen Wiesen, auf der schließlich die Fabrik gebaut wurde. 1867 wurde die erste eigens dafür errichtete Longines-Manufaktur an diesem Standort eröffnet und ist seitdem ununterbrochen unter derselben Adresse tätig.

Von Beginn seiner Geschichte an verfolgte die Marke Präzision als ihren bestimmenden Wert. Longines gewann Preise auf der Pariser Weltausstellung 1867 und sammelte in den folgenden Jahrzehnten zehn Grand-Prix-Auszeichnungen auf Weltausstellungen, was ihr den inoffiziellen Titel des meistdekorierten Uhrenherstellers der Welt einbrachte. 1880 ließ Ernest Francillon den Namen Longines als Marke eintragen, und 1889 folgte das geflügelte Sanduhr-Logo. Dieses Logo ist bis heute die älteste kontinuierlich aktive Marke, die bei der Weltorganisation für geistiges Eigentum registriert ist.

Das 20. Jahrhundert sah Longines im Bereich des High-Stakes-Zeitmessung. Die Marke fungierte als offizieller Zeitnehmer für Charles Lindberghs transatlantischen Flug im Jahr 1927 und arbeitete anschließend mit dem Piloten zusammen, um 1931 die Lindbergh Hour Angle Watch zu produzieren. Die Instrumenten-Uhr mit einem Durchmesser von 47,5 mm und einem Handaufzugswerk in einem Sterlingsilbergehäuse ermöglichte es Piloten, den Längengrad durch Himmelsnavigation zu bestimmen. Rund 2.000 Exemplare wurden hergestellt, und das Modell gehört heute zu den am meisten untersuchten und gesammelten Stücken der Vintage-Luftfahrt-Horologie. Während des Zweiten Weltkriegs war Longines einer von zwölf Herstellern, die beauftragt wurden, die sogenannten Dirty Dozen-Uhren für die britische Armee zu produzieren, eine Serie, die zu einem festen Bestandteil der militärischen Uhrensammlung geworden ist.

1983 trat Longines der Swatch Group bei, wo sie seitdem als klassisch-elegantes Segment der Gruppe positioniert ist, neben Marken, die auf unterschiedliche Preis- und Stilpunkte abzielen. Die ab den 1980er Jahren eingeführte Heritage Collection hat frühere Modelle systematisch neu aufgelegt und neu interpretiert, wodurch das Archiv für eine neue Generation von Käufern kontinuierlich relevant bleibt.

Auf nordischen Auktionshäusern erscheinen Longines-Uhren regelmäßig in einem breiten Spektrum: von frühen Taschenuhren in Gold- und Silbergehäusen über mechanische Armbanduhren aus der Mitte des Jahrhunderts bis hin zu spezialisierteren Chronographen- und Luftfahrt-Referenzen. Die 371 Longines-Lose, die auf Auctionist katalogisiert sind, spiegeln ein stetiges Sammlerinteresse wider, wobei militärische Stücke, goldene Dresswatches und Vintage-Chronographen durchweg wettbewerbsfähige Gebote anziehen.

Bemerkenswerte Werke

Lindbergh Hour Angle Watch1931watch
Longines Calibre 20H Chronograph1878watch
Dirty Dozen Military Watch1945watch
Longines Conquest Automatic1954watch
Avigation BigEye Chronograph2017watch

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