
KünstlerSwedish
Lisa Rinnevuo
0 aktive Artikel
Lisa Rinnevuo wuchs in Tullinge, einem Vorort südlich von Stockholm, auf und verbrachte Zeit in New York, bevor sie sich in Hägersten niederließ. Diese transatlantische Spanne zeigt sich in ihrer Arbeit: Geishas mit aufwendigen Frisuren und Kimonostoffen teilen sich den Wandplatz mit Jazzmusikern, die im schummrigen Licht von Harlemer Clubs zu sehen sind. Der Kontrast ist kein Widerspruch – er ist der Punkt. Rinnevuo schöpft aus allem, wo sie ein Bild findet, das etwas in sich birgt, und baut ihr eigenes visuelles Vokabular aus diesen Überschneidungen auf.
Sie arbeitet mit Sprühfarbe und Acryl, oft auf großen Leinwänden, und der Prozess ist bewusst ungeplant. Keine Vorskizzen, keine ausgearbeitete Komposition – die Arbeit entwickelt sich, während sie sich bewegt, was den fertigen Stücken eine Energie verleiht, die strukturiertere Ansätze tendenziell abschleifen. Die gesichtslosen Figuren, zu denen sie am häufigsten zurückkehrt, laden zu derselben Offenheit ein: Ohne festen Ausdruck oder Identität bleiben sie für den Betrachter verfügbar.
Die Geisha wurde zu ihrem beständigsten Thema. Rinnevuo hat das Wort selbst – das grob als künstlerische Person übersetzt wird – als Teil der Anziehungskraft beschrieben, neben dem visuellen Reichtum des Kimonos und den aufwendigen Blumenarrangements im Haar. Das kalligrafische Gewicht der gesprühten schwarzen Linien verbindet diese Bilder mit etwas, das der Zen-Praxis näher ist als der westlichen Figurenmalerei. Dieser Faden zieht sich durch vieles in ihrer Arbeit: Geste, Unmittelbarkeit, eine Vorliebe für die Markierung über den Plan.
Rinnevuo debütierte um 2001-2002 in der Södra Galleriet in Stockholm und stellte 2003 und 2005 auf der Stockholm Art Fair aus, gefolgt von weiteren Einzelausstellungen in der Södra Galleriet 2004 und 2007 sowie bei KONSTOCHFOLK im Jahr 2010. Ihre Drucke – Farblithografien in nummerierten Auflagen, manchmal von 195 oder 225 Exemplaren – brachten ihre Arbeit einem breiteren Publikum näher und sind auf schwedischen Auktionshäusern konstant präsent. Auf Auctionet sind 20 Objekte verzeichnet, wobei das Spitzenergebnis eine Farblithografie mit dem Titel "Whisper" für 2.200 SEK war und eine "Manhattan"-Edition 1.300 SEK erreichte. Die Werke erscheinen am häufigsten bei Stockholms Auktionsverk und Helsingborgs Auktionskammare und werden hauptsächlich unter Kunst und Drucke kategorisiert – eine Verteilung, die sowohl die grafische Zugänglichkeit der Editionen als auch den anhaltenden Appetit auf ihre gemalten Originale widerspiegelt.