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Lisa Johansson

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Lisa Johansson wurde am 21. Juni 1894 im Weiler Idvattnet in der Gemeinde Vilhelmina, tief im Inneren Lapplands in Västerbotten, geboren. Sie lebte fast ihr ganzes Leben in derselben Region und starb am 3. Mai 1982 in Vilhelmina. Diese Verwurzelung ist untrennbar mit ihrem Werk verbunden – Wollbilder, deren Farben und Formen direkt aus den Pflanzen, Moosen und Mineralwässern des umliegenden Landes stammten.

Ihre Großmutter Eva Ersson (1848-1914) war die Hauptquelle für das Wissen über Pflanzenfärbung, das Johansson jahrzehntelang systematisieren sollte. Sie sammelte über 400 Rezepte aus mündlicher Überlieferung und eigenen Experimenten, presste Pflanzenexemplare und montierte sie neben Wollproben, die nach alten Methoden gefärbt wurden. 1945 beauftragte der Direktor des Folklorearchivs Uppsala, Åke Campbell, sie mit der Erstellung einer speziellen Sammlung über traditionelle Pflanzennamen und -verwendungen, und 1948 veröffentlichte sie die Ergebnisse als "Gamla, i Lappmarken kända växtfärgningsrecept" (Alte, in Lappland bekannte Pflanzenfärberei-Rezepte). Das Buch war eine der ersten systematischen Abhandlungen über die natürliche Färbung im nördlichen Schweden.

Auf dieser technischen Grundlage entwickelte sie ihre eigene Kunstform: Ullmosaik, Wollmosaikbilder, bei denen pflanzengefärbte Fasern zu figurativen Kompositionen arrangiert werden, oft kombiniert mit getrockneten Naturmaterialien – Moos, Zweige, Rinde. Die Motive waren fast ausnahmslos die Landschaften des inneren Norrlands, insbesondere die Berg- und Seenlandschaft um Vilhelmina. Die Technik war mühsam und schwer zu reproduzieren; jedes Bild war das Ergebnis eines integrierten Prozesses von der Färbepflanze bis zur fertigen Oberfläche. Sie wurde durch Ausstellungen im In- und Ausland als Urheberin dieser besonderen Form bekannt.

Johansson war auch Schriftstellerin und ethnografische Dokumentaristin. 1949 trug sie mit der Erinnerung "En nybyggardotter berättar" (Die Tochter eines Siedlers erzählt) zur Anthologie des Nordischen Museums "Skogsarbetarminnen" bei und veröffentlichte 1961 "Ensam på torpet" über das Leben von Kätnerfrauen im Norden. Sie arbeitete mit dem Fotografen und Ethnologen Sune Jonsson an der Sammlung "Saltlake och blodvälling" zusammen. Das Västerbottens Museum beherbergt Werke aus ihrer Hand in seiner ständigen Sammlung.

Auf dem Auktionsmarkt werden Johanssons Wollmosaiken bescheiden, aber konstant gehandelt, hauptsächlich bei regionalen Auktionshäusern in Nordschweden. Stadsauktion Sundsvall und Norrlands Auktionsverk machen den Großteil der 25 auf Auctionist gelisteten Lose aus, wobei die Preise typischerweise zwischen 300 und 600 SEK liegen. Die am häufigsten angebotenen Werke sind kleinformatige Berg- und Fjällandschaften, oft monogrammbeschriftet "IL" für Ida Lisa. Die bescheidenen Preise spiegeln die Nischennatur ihres Mediums wider und nicht etwa einen Mangel an historischer Bedeutung.

Bewegungen

Folk ArtNordic Textile Art

Medien

Wool mosaic (ullmosaik)Wool on boardPlant-dyed textile

Bemerkenswerte Werke

VilhelminaWool mosaic
FjällandskapWool mosaic
Gamla, i Lappmarken kända växtfärgningsrecept1948Book / documentation

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