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KünstlerSwedish

Linnea Jonsson

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Linnea Jonsson malt die Momente, die kurz vor und kurz nach den entscheidenden Augenblicken geschehen: ein gedeckter Tisch, ein Kind, das abgelegt werden möchte, ein Pferd, das auf Wasser wartet. Ihre Titel sind eher ganze Sätze als einzelne Wörter – „Nu när jag dukat på bordet, kan vi äta alla på en gång“ (Jetzt, da ich den Tisch gedeckt habe, können wir alle auf einmal essen) – eine Gewohnheit, die den Gemälden weniger den Charakter von Beobachtungen als vielmehr den von Fragmenten belauschter Gespräche verleiht.

Sie arbeitet hauptsächlich mit Öl auf Platte und bevorzugt das kompakte, tragbare Format, das schwedische Maler seit langem mit der Freilicht- und ländlichen Beobachtung verbinden. Die Plattenunterlage verleiht ihren Oberflächen eine besondere Dichte, und ihre Motive – Bauernhöfe, Preiselbeerbänke, Auktionen in ländlichen Innenhöfen – stammen aus der materiellen Kultur des schwedischen Landlebens, die bereits teilweise historisch war, als sie zu arbeiten begann. Ein Gemälde, das eine Auktion in Mellangården darstellt, trägt eine soziale Spezifität, die es ebenso zu einem Dokument wie zu einem Bild macht.

Das geografische Zentrum ihrer Arbeit scheint Nordschweden zu sein. Alle elf in Auktionsdatenbanken erfassten Lose sind über Norrlands Auktionsverk, das größte Auktionshaus für die Region Norrland, gegangen, was entweder auf eine regionale Verbindung oder eine dort konzentrierte Sammlerschaft hindeutet. Ihre Motive – Birkenwälder, die sich im Licht andeuten, Pferdeweiden, Kinder mit vollständigen Namen als Titel – gehören zu jener Tradition von Malern aus Norrland, die die Binnenlandschaft sowohl als Motiv als auch als moralischen Rahmen behandeln.

Jonsson arbeitet auch mit Pastell auf Papier, einem Medium, das gelegentlich neben ihren Ölplatten erscheint und eine Malerin andeutet, die sich wohlfühlt, wenn sie zwischen den Disziplinen wechselt. Die Pastellarbeiten teilen die gleichen figurativen Instinkte wie die Ölgemälde, tragen aber eine weichere, provisorischere Qualität, die dem Medium angemessen ist.

Biografische Aufzeichnungen sind spärlich, und genaue Geburtsdaten sowie Ausbildungsinformationen sind derzeit in öffentlichen Datenbanken nicht verfügbar. Ihre Arbeiten erscheinen durchweg in schwedischen Auktionskontexten unter der Klassifizierung der figurativen Malerei des 20. Jahrhunderts, was sie grob in eine nationale Tradition einordnet, aber die spezifische Chronologie ihrer Karriere ungelöst lässt.

Auf Auktionen haben ihre Werke 600 EUR für ein Ölgemälde auf Platte mit dem Titel „Väntan“ (Warten) und 650 SEK für ein Pastell erzielt. Alle elf Lose sind ausschließlich bei Norrlands Auktionsverk aufgetaucht, was auf einen konzentrierten regionalen Markt hindeutet. Die figurative Klarheit und narrative Spezifität ihrer Titel sprechen tendenziell Sammler an, die nach Werken suchen, die im schwedischen Landleben verwurzelt sind, und nicht nach denen, die internationalen Strömungen in der zeitgenössischen Malerei folgen.

Bewegungen

Swedish Figurative PaintingNaive Realism

Medien

Oil on panelOil on canvasPastel on paper

Bemerkenswerte Werke

VäntanOil on panel
Lingonbänken1997Oil on panel
Auktion i MellangardenOil on canvas
Nu nar jag dukat pa bordet, kan vi äta alla pa en gångOil on panel

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